Leberflecken oder Muttermale haben ihren Ursprung in unseren Pigmentzellen und diese werden deshalb auch oft Pigmentmale genannt. Diese entstehen im Laufe unseres Lebens unter anderem durch eine UV-Strahlung sie können aber auch genetisch bedingt und angeboren sein. Meist handelt es sich dabei um ganz harmlose Hautveränderungen. Aber in wenigen Fällen werden diese Pigmentzellen auch bösartig. Dann bilden sie nämlich kleine Tumore, welche zwar den harmlosen Pigmentmalen zunächst sehr ähnlich sehen, sich aber leider früher oder später aggressiv verhalten können.
Es entsteht dann das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Solche bösartigen Krebszellen zerstören nicht nur unsere Haut, sondern sie können auch Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen bilden. Doch zum Glück ist Hautkrebs ist heilbar, wenn dieser früh genug erkannt wird.
Den wohl höchsten Risikofaktor für das maligne Melanom stellt eine Anzahl der an unserem Körper vorhandenen Pigmentmale dar. Personen die mehr als 40 Pigmentmalen oder atypischen Pigmentmalen am Körper haben tragen dabei ein bis zu 7-15-fach höheres Risiko am malignen Melanom zu erkranken. Ungesunde Sonnenbrände in der Kindheit sowie der Jugend erhöhen dieses Risiko um das Zwei- bis Dreifache.
Neben einer UV-Bestrahlung spielt aber auch die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle. Menschen mit hellem Hauttyp (insbesondere Hauttyp I und II) oder mit rötlichen bzw. blonden Haaren sowie mit einer Neigung zu Sommersprossen, Sonnenbrandflecken oder einer Erkrankung mit malignem Melanom in der Familie können dabei natürlich ein sehr hohes Risiko haben, selbst ein malignes Melanom zu entwickeln.
Ein Hautkrebsrisiko ist besonders hoch bei: - Großen, angeborenen Pigmentmalen
- Familiärer Häufung des malignen Melanoms
- Vielen Pigmentmalen (über 40 Stück)
- Vorhandenen Sonnenflecken (Lentiginis)
- Hellen Hauttypen (I und II) deren Haut empfindlich auf Sonne reagiert
- Klinisch atypischen (auffälligen) Pigmentmalen
- Sonnenbränden in der Kindheit und in der Jugend
Früherkennung von Hautkrebs: die wichtige ABCD-Regel
Bei Muttermalen raten viele Dermatologen zu einer besonderen Vorsicht. Melanomgefahr besteht bei:
A, wie Asymmetrie
Die Muttermale sind eher rund sowie symmetrisch. Melanome und ihre Vorstufe sind meist asymmetrisch, sie haben also eine unregelmäßige Form.
B, wie Begrenzung/Rand
Die Muttermale haben eine regelmäßige Begrenzung. Melanome dagegen haben eine unregelmäßige Begrenzung. Bei Melanomen scheint das Pigmentmal an den Rändern auszulaufen, es ist dabei uneben und rau sowie zackig.
C, wie Colour (Farbe)
Muttermale besitzen einen eher homogenen dunkel- oder hellbraunen Farbton. Maligne Melanome sind dabei an einigen Stellen heller oder dunkler.
D, wie Durchmesser
Muttermale haben häufig einen eher kleinen Durchmesser (< 2 mm). Pigmentmale mit einem Durchmesser von mehr als 2 mm sollten unbedingt beobachtet werden.
Quelle: beautypress