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| Achtung: Mobbing kommt auch in Partnerschaften vor! -
22.10.2008, 12:48
Psychoterror in der Liebe wie passt das eigentlich zusammen?? Verachtung, hämische Bemerkungen, Zynismus, Beleidigung das kommt in Partnerschaften vor und zeugt von Destruktivität und führt letztendlich zur Zerstörung der Liebe und schließlich der Beziehung. Mobbing ist uns aus dem Berufsalltag bekannt aber auch in „Liebesbeziehungen“. Wenn man dem Partner äußerst unfreundliche zu verstehen gibt, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist, sich ändern soll oder auch verschwinden soll handelt es sich um Beziehungsmobbing. Diese Art der Kommunikation verursacht großes Leid! Die erste Verliebtheit ist vorbei, der Alltag kommt und oft auch die große Ernüchterung. Sticheleien, Erniedrigung in Anwesenheit von Anderen oder eiskaltes Schweigen verwandeln die Liebe in Feindschaft. Am Anfang sieht man über Schwächen des Partners eher hinweg, aber dann treibt die Unzufriedenheit mit dem Partner dazu ihm die Schuld für irgendetwas zuzuweisen und den Partner mit allen Mitteln umzuerziehen. Zu den Methoden gehören emotionale Erpressung, strafendes Schweigen oder Vergleichen mit anderen Personen. Die Mechanismen des Beziehungsmobbings sind die gleichen wie die im Berufsalltag. - Ausgrenzen
- Hinterherspionieren
- Spitze Bemerkungen
- Rückzug
- Herabsetzung
- Zwanghaftes Kontrollverhalten
Auch ein vielleicht im Scherz gesagtes „Dickerchen“ hat unterschwellig etwas Herabsetzendes. Nun werd nicht hysterisch oder lächerlich machen des Partners gehört dazu. Daraus entsteht dann ein „Spiel“ aus Angriff und Verteidigung. Gelangt eine Partnerschaft an diesen Punkt, fühlt sich das an wie die Vertreibung aus dem Paradies und man sieht sich in Gesellschaft der Mobbing-Szene. Der Bergriff des Mobbing ist ziemlich neu, aber er bezeichnet ein Gefühl der Menschen, dass sie Kränkungen nicht mehr verarbeiten können. Die Menschen der Moderne fordern Wertschätzung und Anerkennung ihrer Person. Verhält man sich nicht so wie der Partner es gerne hätte, lässt man ihn hängen, arbeitet mehr wird extrem selbstbezogen und verschlossen, im Gegenteil zur ersten Verliebtheitsphase. Probleme in der Partnerschaft werden nicht gemeinsam angegangen sondern einer mobbt den anderen Partner um damit den Partner dazu zu bringen zu machen was man möchte. Also handelt es sich hierbei eher um einen Machtkampf und Unterdrückung als um Liebe. Die eigenen Feindseligkeiten werden ausgeblendet und beide fühlen sich als Opfer des anderen. „Sie nörgelt – er zieht sich zurück!“ ein typisches Verhaltensmuster. Mobbing ist ein destruktives Mittel um mit Konkurrenz der man unterlegen ist umzugehen. Auch ein Werkzeug der Rache… Konkurrenz ist auch in Beziehungen normal, weil es zur Individualisierung des Paares gehört. Kann man nicht gesund konkurrieren mangels Selbstwertgefühl kommt es zum Racheverhalten und zu Beziehungsmobbing. Ein Schuss Selbstironie und Humor ist auch in Partnerschaften unabdingbar um nicht dem ERNST DES LEBENS ZU ERLIEGEN. Ansonsten schüttet man Schwefelsäure in die Liebe und der amerikanische Psychologe John Gottman nennt die „apokalyptischen Reiter der Liebe“ bei Namen: Verachtung, Abwehr, Abblocken, Destruktive Kritik, das sind ausgesprochene Beziehungskiller. Der Paarforscher stellt folgende Formel auf: Das Verhältnis zwischen Kritik und Lob in der Partnerschaft sollte 1:5 sein. Sagt man etwas Negatives müssen 5 positive Äußerungen folgen um die Harmonie in der Partnerschaft zu erhalten. Mobbing bietet nie eine Lösung an sondern ist nur darauf aus den Anderen zu erniedrigen. Dagegen sind konstruktiv ausgetragene Konflikte notwendig für eine gute Beziehung. Die falsche Partnerwahl und die damit verbundenen Machtkämpfe liegen oft in der Kindheit verborgen. Man sucht sich unbewusst wieder einen Partner der die gleichen Eigenschaften des gegengeschlechtlichen Elternteils hat und versucht so nicht verarbeitet Traumata aufzuarbeiten. Man muss selbst dafür sorgen dass eine Partnerschaft gut bleibt und eine Kränkung sollte nicht länger als ein paar Stunden unangesprochen bleiben. Gefühle sollen ausgedrückt werden und man soll dem Partner mitteilen, wenn er etwas macht was einem wehtut. Man sollte dem Partner uns sich auch Schwächen eingestehen und keine Forderungen stellen, die man selbst nicht erfüllen kann. Haben beide Partner den Willen aus der Mobbingfalle zu kommen ist oft eine Paartherapie erfolgreich. Quelle Magazin aus der Apotheke |