| Psychologie – unterdrücken Männer ständig ihre Gefühle werden sie krank! -
10.10.2008, 16:35
Wenn Männer keine Gefühle zeigen ist das oft kein Desinteresse nur einfach eine andere Taktik mit bestimmten Situationen umzugehen wie Frauen. Frauen die Geduld mit ihren Männern haben sind eindeutig im Vorteil und provozieren dank ihrer Besonnenheit keinen unnötigen Reibereien. Immer dran denken: „Harte Schale, weicher Kern!“ Männer sind lösungsorientiert, was auch gut so ist, sie verharren nicht in einer unangenehmen, stagnierenden Situationen. Die Frauen erwarten aber vielleicht nur verbale Streicheleinheiten nach einem harten Arbeitstag und keine trockenen Ratschläge. Darin wirken Männer oft etwas unbeholfen und nicht selten müssen sie dann folgende Vorwürfe hören: „Du interessierst dich nicht wirklich für meine Probleme. Hörst du mir überhaupt zu?“ Sind Frauen unzufrieden fangen sie an zu nörgeln, während Männer eher still und muffelig reagieren. Männer sind oft verärgert, wenn Frauen ein Problem erwähnen, weil sie sich verantwortlich fühlen und wenn sie momentan keine Lösung haben sich ihren Frauen gegenüber als Versager fühlen. Der Bielefelder Psychotherapeut Süfke: „Männer leiden sehr darunter, wenn sie Schwäche zeigen müssen oder sich hilflos fühlen.“ Solche Gefühle vertragen sich einfach nicht mit Männlichkeit und Stärke. Der Komiker Mario Barth geht sogar so weit und behauptet: Männer sind primitiv, aber glücklich.“ Der einzige Störfaktor in seinem Glück ist die nervige Partnerin. Das ist eine gewagte These, denn Männer die andauernd ihre Gefühle verdrängen leisten harte Arbeit und werden auf Dauer davon krank. Der Psychologe meint, dass dieses Verhalten daher kommt, dass die meisten Jungs in einer männerlosen Umwelt ohne männliche Vorbilder aufwachsen. Auch Väter die nur abends in Erscheinung treten können für viele Söhne nicht das volle Spektrum eines Mannes mit Gefühlen und auch Schwächen bieten. Entweder sind sie abends vom Arbeiten müde oder unnahbar und treten nur als strafende Instanz im Hintergrund auf. Auch das Bild eines Entertainers am Wochenende kann einem Sohn nicht bieten was er zu einer vollständigen Erfahrung von Männlichkeit brauchen würde. Also tritt Folgendes ein um seine männliche Identität zu finden muss sich der Junge von der Weiblichkeit abgrenzen. Dabei tritt ein, dass er seine weiblichen Gefühle abspaltet was vor allem die Gefühle der Schwäche betrifft. Daher bedeutet das Abwehren von Hilflosigkeit, Trauer, Angst, und Schutzbedürftigkeit den Versuch die eigene Identität nicht zu verlieren. Konsultiert ein Mann einen Arzt kann er oft nicht artikulieren, was ihm fehlt. Verdrängen Männer auf Dauer ihre Gefühle und verschanzen sie sich hinter ihrer Arbeit kommt ihre psychische Gesundheit durcheinander. As kann dazu führen dass eine derartige innere Leere entsteht, dass sie nicht wissen wie sie sich fühlen oder was ihnen gut tun würde. Es ist als würde sie eine Mauer von der Umwelt trennen. Sie funktionieren vielleicht fühlen sich aber freudlos und unbefriedigt, auch wenn sie erfolgreich sind. Dieser Missstand drückt sich als stummer Hilfeschrei aus, denn die meisten Männer bitten nicht um Hilfe. Sie reagieren eher mit Alkoholmissbrauch, Aggression, Selbstzerstörung, Isolation oder auch Selbstherrlichkeit. Daraus resultieren dann oft psychosomatische Beschwerden wie Magengeschwüre, Bandscheibenvorfälle, sexuelle Störungen, Herzerkrankungen, Süchte und Angstzustände. Frauen wünschen sich von ihren Partnern aber mehr Offenheit und Empathie. Sie möchten nicht ausgegrenzt werden, wenn der Mann Probleme wälzt. Eine offenes Herz und ein offenes Ohr das wäre schon was für eine stabile Partnerschaft und würde auch den Frauen das Leben erleichtern! Es gibt auch Lichtblicke, wenn sich der Partner wirklich öffnet und auch von seiner emotionalen Seite zeigt, aber das von Kind an verinnerlichte Muster zur Lebensbewältigung der Gefühlspanzer ist schwer abzulegen und wird immer wieder übergestülpt, wenn vermeintlich notwendig! Mann muss nicht gleich den Jakobsweg gehen oder eine Therapie machen, um mit sich ins Reine zu kommen, hilfreich sind schon der tägliche Rückzug für fünf oder zehn Minuten um über sich nachzudenken. Folgende Kette von Abläufen kann von alten Mustern befreien: sprechen – fühlen und wünschen – wollen – handeln. In einer Partnerschaft gelten diese Regeln für Mann und Frau. Eine gute Beziehung basiert immer auf Geben und Nehmen. Quelle Magazin aus der Apotheke |