Lernen hört nie auf!
Um fit zu bleiben braucht unser Gehirn Herausforderungen. Stellt man sich dem Neuen mutig profitiert man auf jeden Fall.
Die Schnelligkeit mit der sich die heutige Technik entwickelt überfordert viele Menschen ob es nun der Fahrscheinautomat ist oder das neue Handy. Wer sich dem Neuen öffnet, profitiert aber körperlich, geistig und psychisch davon, so belegt es die Lernforschung. Da die Lebenserwartung gestiegen ist liegen vor den Pensionären oft 20 bis 30 Jahre, die sie besser aktiv gestalten können, wenn sie sich Neuerungen nicht versperren.
Ältere Arbeitnehmer mussten oft umlernen, denn als sie ihre Ausbildung begannen schrieb man mit Schreibmaschine, das wird heute alles mit dem Computer erledigt. Auch Fremdsprachen spiele eine größere Rolle, denn die Welt wächst zusammen. Es gibt auch Rentner, die noch ein Instrument erlernen. Das zeigt dass Viele Senioren sich nicht einschüchtern lassen und dem Neuen ohne Scheu begegnen und sich nicht einschüchtern lassen.
Eine ARD-ZDF-Onlinestudie bewies, dass es 2007 mehr „Silver-Surfer“ im Netz gab als Teenies zwischen 14 und 19. Die Zahl der Senioren, die das Angebot der Volkshochschulen nutzen, wächst. Auch die Zahl der ehrenamtlichen Senioren in Vereinen wächst. Da alles ist nicht nur ein demographischer Wandel, sondern ein Zeichen, dass der dritte Lebensabschnitt auch aktiv gestaltet werden will und kann.
Lernen bringt Erfolgserlebnisse und Menschen, die neugierig geblieben sind und bereit nicht nur ihre Erfahrung gelten zu lassen haben eine gute Chance Lernerfolge und eine Weiterentwicklung zu verzeichnen. „Lernen hält selbstständig, was zu einem deutlichen Wohlbefinden im Alter beiträgt. Wer offen und aufmerksam durch das Leben geht hat auch die bessere Laune.
Hirnforscher wissen, dass die menschliche Aufnahmefähigkeit schon mit 25 Jahren abnimmt. Bereits dann können sich die Nervenzellen verkleinern und Verbindungen sich lösen. Die Gefahr ist besonders groß, wenn sich die Person geistig nicht mehr fordert und im täglichen Trott verharrt.
Gefährlich wird es auch für Menschen um die 40, weil sie sich in dieser Lebensphase besonders familiärem und beruflichem Stress ausgesetzt sehen - Dauerstress schwächt nicht nur Herz- und Kreislauf sondern auch die Lernbereitschaft. Dagegen sind gesunde 60-jährige geistig so fit wie jüngere. Es ist bewiesen, dass Training und Gesundheit das Lernvermögen stärker beeinflussen als das Lebensalter.
Auch im Hörsaal der Hochschulen finden wir die Gasthörer 60 plus und ihre Zahl steigt.
Sobald wir Neues lernen werden Vernetzungen zwischen Nervenzellen neu geknüpft. Es hält frisch Gedichte oder auch Texte auswendig zu lernen. Deshalb gilt bei Hirnforschern folgender Satz: Benutze Dein Gehirn oder du wirst es los! Betreiben Sie Konversation, nehmen Sie ehrenamtliche Dienste an, treffen Sie Freunde..., und setzen Sie sich immer wieder einmal neuen Situationen aus. Ändern sie vertraute Bewegungsmuster, besuchen sie einen Teil Ihres Wohnortes, den sie noch nicht kennen. Gießen sie mit links die Blumen oder schließen sie mit links die Tür auf. Italienische Vokabeln oder Tangoschritte auch Aquarelltechnik darf es sein, das regt die grauen Zellen an und hält das Gehirn fit.
Das Gehirn liebt Aufgaben, die uns herausfordern. Eine Initiative von 2002 in diese Richtung ist „seniorTrainer“ Menschen die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind übernehmen aufgaben im sozialen oder kulturellen Bereich. Vielerorts sind diese Senioren mit ihrem wissen und ihrem Elan nicht mehr wegzudenken.
Aber auch beruflich starten manche Senioren noch einmal durch. Heute sind 70 Prozent mehr 64-jährige im Berufsleben aktiv als 1991. Auch die Bundesregierung will mit der „Jobiniative 50-plus“ die Interessen dieser Generation im Beruf stärken. Das Interesse der Älteren ist auf jeden Fall vorhanden.
Quelle Senioren Ratgeber
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