Baden kann ein Fest sein!
Schon die Römer schätzten das ausgiebige Bad! Sie hatten Therme in denen bis zu 2500 Leute Platz hatten. Noch heute kann man die „Caracallatherme“ besichtigen. Diese Therme war in Kaltbäder (frigidarium) und Warmbäder (calidarium) aufgeteilt. Man wollte so den Kreislauf in Schwung bringen. Aber nicht nur das man verwendete auch Substanzen zum Baden, die an heutige Wellnessbäder erinnern.
Auch der Alchemist Culper benutzten Bäder um ihre Magie spielen zu lassen. Es soll ein Bad gegeben haben, das die Dame des Herzens willig macht. In ihm befanden sich Süßholzextrakt, Rose, Nelke und Myrrhe. Es gab auch Bäder die die Jungendlichkeit erhalten sollten wie das Kräuterbad aus Beinwell, Efeu, Pfefferminze und Rosmarin. Diese Mischung strafft die Haut.
Selbst in Amerika war die europäische Badekultur bekannt und beliebt. Auch Kneipp gehörte zu den Favoriten der Amerikaner. Hat man einen Garten mit Kräutern und Heilpflanzen kann man sich ein eigenes Bad zusammenstellen. Wasser war als preiswertes Heilmittel bekannt und überall verfügbar.
Das Senfbad:
1 Tasse Senfsamenpulver mit heißem Wasser aufgießen und dann in das Badewasser geben. Es hilft gegen Erkaltungskrankheiten. Das Bad ist durchblutungsfördernd und schweißtreibend. Ideal wenn man durchgefroren ist und auch bei kalten Füßen als Fußbad sehr wirksam.
In Asien wird das Baden als Kommunikationsmittel benutzt. Das Baden mit der Familie ist Brauch. Auch die asiatische Gastfreundschaft lädt in den „Furo“ ein der den Europäern mit 40 Grad Wassertemperatur meist zu heiß ist. Mit Ingwerseife wird der Körper gereinigt und danach mit Duftöl eingerieben. Das sorgt für eine angenehme Atmosphäre und die nötige Entspannung.
Falls man Kreislaufprobleme hat sollte man nicht so heiß baden. Vor dem Baden den Körper einseifen und reinigen, damit er dann die wohlriechenden Essenzen gut aufnehmen kann. Das ist in Asien üblich. Meersalz, Algenextrakt und Lotusduftöl das ist die richtige asiatische Mischung. Danach ein schönes Pflegeöl mit Zusatz von Lotus oder Geranienöl.
Asiatisches Meerwasserbad:
500 Gramm Meersalz und 100 Gramm Algenextrakt eventuell noch getrocknete Meeresalgen hinzugeben. Sie werden sich erfrischt und gestärkt fühlen nach diesem Bad. Es stimuliert den Stoffwechsel und bessert die Haut.
Im Orient lädt ein Luxusbad aus Milch und Honig zum Schwelgen ein. So können sie Alltagssorgen vergessen und eintauchen ins Reich der Sinne. Hier handelt es sich um eine ausgiebige Kur für Körper und Seele zu der man sich Zeit lassen sollte. Das „Hamam“ hat drei Abteilungen, Dampfbad, Wasserbecken und Duschen und eine Bereich wo Tee und Süßes genossen wird zum Reden.
Dies im Badezimmer zu verwirklichen ist etwas schwierig, dafür kann man den arabischen Flair mit Räucherstäbchen, Duftkerzen mit Moschus oder Zimt und Rosen oder Orangenwasser zaubern. Zum Reinigen benutzen Sie einen Loofa Schwamm und Gewürzseife mit Zimt und Kardamom. Auch ein Zusatz von Milch oder Sahne krönt das Bad zu einem „nährenden“ Ereignis. Neben der Badewanne könnte ein Tischchen mit Tee und den leckeren türkischen Pistazienpastetchen stehen. Danach eine schöne Massage mit Jojobaöl oder Sesamöl mit Muskduft, was kann einen besser dem Alltag entführen. Also bei diesem Fest der Sinne sollte ihr Partner nicht fehlen!
Bad mit Milch und Honig:
200 ml Vollmilch oder Sahne, 2 Esslöffel Honig und 2 Esslöffel Salz. Auf die Wasseroberfläche Rosen- oder Nelkenblätter geben, sehr schmeichelhaft. So wird ihre Haut streichelzart und samtweich.
Einfach mal ausprobieren und der graue Alltag muss weichen, - dem Bad der Sinne.
Quelle Zukunfstblick
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