| Roboter als Altenpfleger? -
08.08.2008, 15:45
Man schätzt, dass es im Jahr 2020 in Deutschland über 12 Millionen Seniorenhaushalte geben wird. Darin werden die Menschen leben, die jetzt 40 bis 60 Jahre alt sind. Diese Menschen sind bereits an eine technisierte Umwelt gewöhnt und wären so die ideale Zielgruppe für neue Techniken im Bereich Altenpflege. Kameras Eine an der Decke installierte Kamera überwacht den Wohnraum und meldet eventuelle Stürze der Person an eine Rettungsstelle, da die Kamera autonom arbeitet, ist eine Bedienung von Hand nicht nötig, sagen die Froscher. Die Bilder sind für Dritte nicht einsehbar. Bei Dunkelheit und schlechter sicht wird das System von Halogen oder Infrarotlampen unterstützt. Badewanne, die mitdenkt Sogar der Wasserhahn der Badewanne soll sich automatisch abschalten und sobald man das Haus verlässt und die Wohnungstüre schließt, schalten sich Elektroherd und sämtliche Lichter aus. Hilfreich für Vergessliche, vielleicht nicht nur Senioren. Alles bleibt leicht bedienbar, wie der „denkende Haushalt“ von einer zentralen Datenbank gesteuert wird. „Denkender“ Teppich Das Fraunhofer Institut forscht an einem mit dem Internet verbundenen Teppich, der Stürze via Internet meldet und einem Arzneimittelschrank, der bemerkt, wenn Medikamente nicht eingenommen wurden. Über einen Funkchip in den Schachteln erkennt der Schrank wie viel noch in den Schachteln steckt. Wurde ein Medikament nicht eingenommen, alarmiert er den Pflegedienst. Auch ein Kühlschrank könnte so funktionieren und den Besitzer informieren, wenn die Milch sauer ist. Big Brother is watching Auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen spielt die elektronische Überwachung eine immer größere Rolle. Ein Armband mit Funkchip enthält alle wichtigen Daten über Medikamente, Vorerkrankung und Unverträglichkeiten. Über PC oder Handcomputer können die Informationen dann von Ärzten und Pflegern abgerufen werden. In den USA wurde schon das „Life Shirt“ entwickelt, das Sensoren enthält und fähig ist die Gesundheitswerte einem Arzt zu übermitteln. Toilette als Labor Japanische Forscher entwickelten einen WC-Sitz, der mit Elektroden ausgestattet den Körperfettgehalt misst, während ein Greiflöffel im Toiletteninneren eine Urinprobe nimmt und den Zuckergehalt feststellt. In Japan gibt es eine weiter Neuigkeit: Derzeit wird "HAL" Hybrid (Assistive Limb)in einer Pflegeeinrichtung für alte Menschen getestet. Auf den Markt kommen soll er 2008. Es handelt sich dabei um eine Art Anzug, die die Bewegungen der Senioren unterstützt. Also eine Art Muskelkorsett das intelligent ist und die Bewegung vorher weiß und dahin unterstützt. Die Kassen werden die Kosten nur bedingt übernehmen. Hausnotruf Den Hausnotruf gibt es schon seit 25 Jahren. Er nimmt über Telefon Kontakt zur Rettungsstelle auf. Eine Freisprecheinrichtung, die zentral in der Wohnung aufgestellt wird. Der Nutzer trägt einen kleinen Funksender stets bei sich. Von jedem Punkt der Wohnung aus kann der Notruf gesendet werden.. Mitarbeiter der Notrufzentrale ermitteln den Grund des Hilferufs und organisieren Hilfe. Fast 350.000 Senioren nutzen solche Hausnotrufe.
Quelle Hallesche |