Lärm kann unserer Gesundheit schaden!
Unsere Leistungsfähigkeit nimmt bei Lärm ab. Mit speziellen Geräten wurden bei Testpersonen während des Schlafens über einen Zeitraum von drei Wochen im Schlaflabor die Reaktionen bei Lärmeinwirkung im Schlaf gemessen.
So will man herausfinden welche Auswirkungen Straßen- Flug- oder Schienenlärm auf den Schlaf und die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag haben. Man will auch sehen wie der Schlaf durch Lärm beeinflusst wird.
Man dachte immer, dass am meisten störend der Fluglärm in der Nacht sei. Bei gleichem Lärmpegel werden die Probanden am häufigsten durch Schienenverkehr geweckt, auch die Frequenz des Herzschlags verändert sich durch Schienenlärm am stärksten. Vor allem das Bremsen, wenn Eisen auf Eisen quietscht, wird als sehr belastend empfunden. Die modernen Züge haben ummantelte Räder und leisere Bremssysteme, so konnte die Lärmbelästigung halbiert werden.
Die Herzschlagkurve zeigt wie sich Lärmreduzierung auswirkt!
Vor dem Schlafengehen lernen die Testpersonen Begriffe und Zahlenreihen auswendig, um 23 Uhr wird das Licht gelöscht. Verkehrslärm wird eingespielt und nach dem Aufstehen werden die Probanden getestet, wie viel sie sich von dem am Abend zuvor erlernten, merken konnten.
Was ist Lärm? Bei Vogelgezwitscher denkt niemand an Lärm, obwohl es in der Früh extrem laut sein kann. Vielleicht könnte man Lärm als „unerwünschter Schall“ definieren.
Komischerweise machten die Hersteller von leisen Staubsaugern wenig Umsatz, weil die Kunden dachten, dass die Sauger zu wenig Saugkraft besitzen. Was wir als Lärm bezeichnen ist sehr subjektiv. Erst die Bewertung der Geräusche durch die Betroffenen macht das Gehörte zu Lärm. Der Fernseher bei offenem Fenster, die spielenden Kinder der Nachbarn etc. Auch menschliche Stimmen können als Lärm empfunden werden. Sie sind zwar nicht so laut aber dafür auffällig und auch störend, weil sie unsere Aufmerksamkeit unwillkürlich anziehen.
Lärm wird in Dezibel gemessen, eine logarithmische Größe. Nimmt Lärm um 3 dB zu, bedeutet das eine Verdoppelung. Zwei Autos mit je 70 dB erzeugen zusammen ungefähr 73 dB, nicht 140!
Eine Umfrage zeigte, dass an erster Stelle Verkehrslärm, Baustellenlärm und dann Nachbarschaftslärm den Menschen zu schaffen macht. Besonders nachts reagiert der Körper extrem sensibel auf Schienenlärm.
Die Motoren sind heute leiser, aber das Verkehrsaufkommen ist viel größer geworden, so hat sich eigentlich auch durch leisere Fahrzeuge nicht viel verbessert. Am schlimmsten ist die Belästigung an Ampeln durch das ständige Anfahren und Bremsen.
Für Ballungsräume werden Lärmkarten erstellt, anhand dieser werden stark befahrene Zonen schnell ermittelt.
Es gibt „Flüsterasphalt“ großporiger Asphalt mit dem man den Autolärm verringern kann. Diese Maßnahmen sind kostenintensiv. Alternative, das Fahrzeug öfter mal stehen lassen, wenn möglich.
Auch sollte die Industrie nicht zu viele lärmintensive Geräte herstellen. Der Fluglärm hat auch zugenommen, da jeder fliegen will und es sich auch leisten kann. In Frankfurt landet bereits jede Minute eine Maschine. Mehr geht nicht! Besonders während der Morgen- und Abendstunden ist der Fluglärm störend und immer als Geräuschkulisse vorhanden. Entspannung unmöglich!
Der Schallpegel ist zwar auch bei Flugzeugen von 67 auf 53 dB gesunken, aber die Klagen über Fluglärm werden dennoch mehr. Wohnungen in Flughafennähe brauche Schallschutzfenster und Dämmung unter dem Dach.
Belegt ist die Schädlichkeit von Lärm bereits, vor allem Hörschäden, hormonelle Störungen, Kreislauferkrankungen und Schlafstörungen führen die Wissenschaftler auf Lärmbelästigung zurück.
Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes mit den Daten von 800000 Krankenversicherten zeigte, dass Anwohner des Flughafens Köln-Bonn unter dem Fluglärm litten. Es wurde ein Zusammenhang zwischen der Menge der verschriebenen Medikamente und dem Fluglärm, vor allem nachts zwischen drei und fünf Uhr, deutlich.
Quelle Apotheken Umschau
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