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Standard Dauerstress schädigt das Herz! - 23.07.2008, 13:16

Früher glaubte man das Herz sei Sitz der Seele. Die moderne Forschung erklärte das Herz, als wäre es lediglich eine Pumpe, die das Blut durch den Körper befördert. Trotzdem wird das Wort „Herz“ nicht nur in Deutschland weiterhin mit Gefühl, Liebe, und Verstand in Verbindung gebracht. Ist jemand herzlos bedeutet das immer noch, dass derjenige gefühllos oder kalt ist.

Ist da doch ein Quäntchen Wahrheit dran und Herz und Psyche gehören untrennbar zusammen? Die Forscher haben inzwischen entdeckt dass die Psyche eher im Gehirn sitzt. Andauernde negative Gefühle wie Angst, Niedergeschlagenheit oder Dauerstress belasten das Herz und können zu einer Schädigung desselben führen, so der Leiter der Klinik für Psychokardiologie in Bad Nauheim.

Es wurden Herzinfarktfälle untersucht und man hat dabei festgestellt, dass die meisten der Patienten einige Tage vor dem Herzinfarkt einen wegen geistiger Erschöpfung oder Depressionen konsultiert hatten. Eine Diagnose fiele schwer und niemand dachte dass das Herz in Mitleidenschaft gezogen war, so wurden die Patienten mit Schlafmittel behandelt.

An einer Auswertung von Krankenkassenabrechnungen von Infarktpatienten stellte, Ladwig, Mitautor der Studie an der TU München fest, dass die meisten 6 Wochen vor der Herzattacke wegen Depressionen beim Arzt waren. Auch hier dachte niemand daran das Herz mit einzubeziehen.

Die Wissenschaftler können bereits die Zusammenhänge zwischen Herz und Psyche beweisen und wer einmal Große Angst erlebt hat, weiß dass es zu Herzrasen und Anspannung kommt. Es wird Adrenalin ins Blut ausgeschüttet und hält die Stresssituation länger an kann das zur Bildung von Entzündungsstoffen führen. Das hat auch zur Folge, dass die Abwehrkräfte geschwächt werden.

Empfindet man Belastung nicht als Stress und folgen wieder Entspannungsphasen ist das nicht bedenklich. Es handelt sich um „Eustress“, den der Körper ausgleichen kann.

Bei Dauerstress oder wenn nach psychischen Belastungen nicht wieder entspannt werden kann wird es gefährlich und es kann dazu führen, dass das Herz angegriffen wird. Das Risiko eines Herzinfarktes steigt an.

Durch psychische Belastungen lassen sich viele Menschen gehen und sie gleichen den Frust mit rauchen und essen aus oder sie werden lethargisch, was die Risikofaktoren für das Herz verstärkt. Es entsteht einTeufelskreis und der wirkt belastend für das Herz.

Nach den Erkenntnissen dieser Studie will sich Ladwig dafür einsetzen, dass die Leitlinien zur Behandlung für Herz-Kreislauf-Patienten eine Überprüfung des psychischen Zustandes beinhaltet.

Ein labiler Gemütszustand ist nicht von Vorteil um Herzleiden zu vermeiden, auch die Angst nach einem Infarkt wieder einen zu erleiden, kann sich schon negativ auswirken. Es kann zu einer hypochondrischen Einstellung kommen (Herzneurose). Bei bis zu 19 Prozent kann dies eine Depression auslösen, was die Genesung beeinträchtigt.

Hier sind Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation gefragt um aus dem Teufelskreis auszubrechen. Eine psychotherapeutische Behandlung bei der die Ursachen der Herzerkrankung aufgezeigt werden und auch eine Bestätigung durch Untersuchungen, dass alles in Ordnung ist, soll die Angst auflösen und gehört zu der Angsttherapie.

Was das Herz im lauf der Jahre geschädigt hat gilt es zu erkennen, es wird also präzise Ursachenforschung betrieben um dann die alten Muster aufzulösen und eine wirkliche Heilung herbeizuführen. Wird man die psychischen Probleme los kann man sich auch von den Verhaltensmustern wie Rauchen, zuviel zu essen oder trinken endgültig verabschieden und einen gesünderen Weg beschreiten.

Fazit: Herz und Seele gehören einfach zusammen, geht es einem der beiden schlecht leiden beide.

Quelle Apotheken Umschau
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