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Standard Holunder stärkt das Immunsystem und vieles mehr… - 20.07.2008, 17:31

„Zieh Deinen Hut vor dem Hollerbusch“, das war der Spruch der Urgroßmütter und er zollte dem Holunderstrauch die gebührenden Verehrung.

Aber auch Feinschmecker wissen den Holunder zu schätzen, denn Hollerküchel, Holundersekt, Holundergelee. Das alles und noch mehr kann aus den weißen Blütendolden und den blauschwarzen Holunderbeeren gezaubert werden.

Schon die Kelten und Germanen sahen ihn als einen Baum der Göttin an. In vielen Volksbräuchen kam er zum Einsatz. Er wurde benutzt um Hautkrankheiten beim Vieh zu heilen und als Orakelbaum. Er wurde auch gerne als Hausbaum gepflanzt, weil ihm nachgesagt wurde, dass er das Haus vor Blitzschlag und bösen Geistern schützt. Man hielt in für den Sitz der guten Hausgeister.

Im Mittelalter kam er allerdings dadurch in Verruf und man verdächtigte ihn mit Hexerei in Verbindung zu stehen.

Sein guter Ruf hat sich allem zum Trotz durchgesetzt und in der Volksmedizin heißt es: „Ein Holunderstrauch hinterm Haus ersetzt eine ganze Apotheke“ Auch Arzte und Kräuterexperten wissen um die Heilwirkung. So hilft er gegen Frauenleiden, ist schleim- und gallelösend und verdauungsfördernd.

Paracelsus, Kneipp, Leonhart Fuchs und Hieronymos Bock verehrten den Strauch. Das was sie damals schon wussten bestätigt die heutige Pharmazie.

Die getrockneten Blüten des Schwarzen Holunders als Tee aufgegossen, helfen bei Erkältungskrankheiten und Magenbeschwerden. Dieser Tee wirkt schleimlösend und schweißtreibend.

Holundersaft oder Medikamente auf der Basis der Inhaltsstoffe der Holunderbeeren wirken vorbeugend hervorragend gegen Erkältungskrankheiten. Das liegt am hohen Vitamin C Gehalt aber auch an den Vitaminen a, B1, und B2.

Der intensive Farbstoff der Pflanze das Sambucyanin wurde früher zum färben von Rotwein, Haaren und Leder benutzt. Auch heute wird dieser Stoff in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Noch eine weitere Eigenschaft hat das im Saft enthaltene farbgebende Anthocyan. Es schützt die Pflanze vor freien Radikalen und hemmt den Alterungsprozess. Man vermutet dass dies auch den Menschen zu gute kommt.

Das Sambucyanin hat noch eine wichtige Eigenschaft es fungiert als Radikalfänger und soll das Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen senken.

Aber Achtung die Rinde und die Blätter enthalten blausäureähnliche Substanzen, die für Haustiere und Menschen gefährlich sein können. Auch die unreifen Beeren sind ungenießbar. Der Stoff kann Übelkeit, Erbrechen und Magenbeschwerden hervorrufen. Gefährlich sind die Früchte im Rohzustand deshalb Holunder Beeren nur gekocht in Marmelade oder als Saft verzehren!

Quelle Magazin aus der Apotheke
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