Leinsamen bringt die Verdauung in Schwung, so fühlen wir uns wohl!
Es gibt auch dafür eine wertvolle Pflanze, die unseren Darm schonend in die Gänge bringt, den Lein. Lein hat zarte blaue Blüten und Leinfelder sind schön anzuschauen.
Die ölhaltigen Samen und die zähen Fasern, der Flachs wurden schon im alten Ägypten Rohstofflieferant für Kleiderstoffe genutzt. Die Kelten brachten den Lein nach Europa, wo er dann verbreitet angebaut wurde.
Erst als Import aus fernen Ländern möglich wurde, stieg man auf die billigere Baumwolle um. Heute gewinnt der Lein wieder an Bedeutung, weil die Nachfrage an Naturmaterial ohne Pestizide steigt und Leinsamen auch als Heilmittel wieder gefragt ist.
Die Leinsamen sind sehr wertvoll, weil sie Fettsäuren, Schleim- und Ballaststoffe enthalten. Ihre Farbe variiert von braun bis cremeweiß. Der lein bildet kapseln in denen bis zu zehn Leinsamen enthalten sind.
Leidet man unter Verstopfung kann man ein Präparat aus den Leinsamen anwenden, das hilft den Darminhalt durch aufquellen zu vergrößern. Es wird aus den Schleimstoffen des Leinsamens hergestellt, damit wird der Darm zur Entleerung angeregt. Man darf keine schnellen Ergebnisse erwarten. Leinsamen wirkt sanft und ein „Ergebnis“ sollte innerhalb von 12 - 24 Stunden eintreten. Auch die Gleitwirkung im Darm wird durch die im Leinsamen enthaltenen Fette verbessert.
Geschroteten Leinsamen oder ganzen verwenden, das ist hier die Frage. Tatsache ist, dass geschroteter Leinsamen zusätzlich für Kalorien sorgt. Nehmen Sie zwei Esslöffel am Tag zu sich, sind das ungefähr 120 Kilokalorien zusätzlich.
Für den geschroteten Leinsamen spricht: er quillt besser auf und die enthaltenen Fettsäuren sind gesund. Für Übergewichtige allerdings empfiehlt es sich die ganzen Körner zu verwenden.
Geschroteter Leinsamen muss kühl aufbewahrt werden, da die enthaltenen Fette schnell ranzig werden.
Die Schleimstoffe des Leinsamens haben eine ähnliche Zusammensetzung wie die Oberfläche der Magenschleimhaut, vielleicht deshalb hilft Leinsamen auch bei Entzündungen der Magenschleimhaut.
Nehmen Gastritispatienten täglich zu den Mahlzeiten Leinsamen zu sich, können sie damit vorbeugen. Über Nacht in Wasser angesetzter Leinsamen ist besonders wirkungsvoll. Das Wasser wird am Morgen abgegossen. Zwischen Einnahme von Leinsamen und Medikamenten sollten mindestens 30 Minuten liegen.
Leinöl enthält eine Menge Omega-3-Fettsäuren und ist besonders wertvoll. Die Inhaltsstoffe senken das Risiko für Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Apotheke gibt es auch Leinölkapseln.
Quelle Apotheken Umschau
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