
17.06.2008, 14:18
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Irrtümer über Rückenschmerzen
Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Einige sind Stress, wenig Bewegung, Psychische Belastungen. Aber viele Gerüchte sind da im Umlauf, hier ein paar Beispiele:
„Im Alter sagen manche, würden Rückenschmerzen zunehmen“
Das ist definitiv falsch, da 60 Prozent Rückenprobleme zwischen 14 und 29 Jahren auftreten. Der Grund ist das viele Sitzen nicht nur im Beruf sondern auch in der Freizeit. Sogar Bandscheibenvorfälle mit 30 Jahren sind keine Ausnahme heutzutage.
„Hat man Schmerzen im Rücken sollte man ihn schonen“
Nicht die richtige Therapie in diesem Fall sollte man sich mehr bewegen. Die Bandscheiben brauchen dringend Bewegung, denn durch die Pumpbewegung durch Be- und Entlasten werden die Bandscheiben mit Nährstoffen versorgt und durchblutet. Leichte Bewegung kräftigt den Rücken. Lang anhaltende starke Schmerzen sind allerdings ein Signal den Arzt aufzusuchen.
„Kälte verschlimmert die Beschwerden“
Nein, das ist nicht richtig. Es ist eher der Bewegungsmangel im Winter, der die Beschwerden verschlimmert. Es gilt auch im Winter für reichlich Bewegung zu sorgen draußen oder drinnen.
„Spritzen sind wirkungsvoller als Tabletten“
Nein, spritzt man in die Muskulatur, kann es sein dass der Körper allergisch reagiert. Es kann auch zu Gewebeschädigung oder Nervenverletzungen kommen. Kortison ist in gespritzter form wirkungsvoller, am Besten lässt man das von einem Facharzt machen.
„Nur durch Röntgen können Schäden am Rücken diagnostiziert werden“
Das ist falsch denn ein guter Arzt kann feststellen, ob sie unter einer Verspannung, harmlosen Rückenschmerzen oder einer ernsteren Erkrankung leiden.
„Harte Matratzen sind besser für den Rücken als weiche“
Irrtum! Besser die Matratze passt sich dem Rücken an und stützt den Lendenwirbelbereich. Bei harten Matratzen entstehen Hohlräume, welche Verspannungen, Schlafstörungen und chronische Schmerzen zur folge haben kann.
„Wirbelsäulenschäden erkennt man an Schmerzen“
Sicherlich nicht! Meist sind es Verspannungen, die zu Schmerzen führen. Durch Dehnungsübungen, Wärmeanwendungen und Massagen. Das tückische ist, dass Verschleißerscheinungen oft gar keine Schmerzen verursachen obwohl man sie beim Röntgen feststellen kann.
„Falsche Bewegung löst Schmerzen aus“
Muss man beruflich viel heben, kann das sogar stimmen, wenn man dies immer mit falschen Bewegungsabläufen macht. Hebt man einmal eine Umzugskiste falsch, ist das noch nicht schlimm. Andererseits kann manchmal schon eine kleine Bewegung einen Hexenschuss auslösen. Also die Behauptung stimmt nur teilweise.
„Gerade Haltung ist eine Garantie nie Schmerzen zu bekommen“
Stimmt so nicht! Immer mit leicht nach vorne gekipptem Becken zu sitzen ist nicht möglich. Wichtig ist sich öfter mal die Haltung zu verändern. Und man darf ruhig auch mal im Stuhl lümmeln.
„Der Rücken ist die Schwachstelle des Körpers“
Das Gegenteil ist der Fall, da der rücken stabil gebaut ist und wird durch stabile Bänder und die Bandscheiben zusammengehalten. Er ist aber nicht auf Bewegungsmangel und einseitige Belastung eingerichtet. Werden die Muskeln vernachlässigt, wird die Belastung für die Bandscheiben zu groß und es kommt zum Verschleiß. Das kann zur Abnützung der gesamten Wirbel führen und bedeutet eine Schwächung des Gesamten Rückens.
Sind die Rückenschmerzen bereits da, hilft Folgendes:- Auf den rücken Liegen und Beine hochlegen auf einen Gymnastikball oder einen Stuhl. So wird der Rücken entlastet.
- Für Entspannung sorgen, wenn psychische Belastungen die Ursache sind, Meditation, autogenes Training oder progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen
- Die Verspannungen durch Bewegung lösen laufen oder schwimmen
- Ein heißes Bad oder eine Wärmflasche kann auch schon gut helfen oder eine Fangopackung evtl. Heißluftanwendung.
Quelle V-Markt-Journal
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