100 % Baumwolle aber ohne Pestizide!
Meist wird sie noch auf riesigen Plantagen in Indien, China, und USA angebaut. Da Baumwolle anfällig für Schädlinge ist werden Unmengen Pestizide zur Bekämpfung verbraucht. Ungefähr 25 % Insektizide und 10 % Pestizide, die weltweit verbraucht werden, werden nur für die Bekämpfung von Schädlingen der Baumwolle eingesetzt.
Die WHO meldet deshalb jährlich mehrere Hunderttausend Vergiftungsfälle. Ein umdenken und handeln ist notwendig.
Bio und Fairtrade stellen Biobaumwolle her. Der Anteil der Biobaumwolle ist noch gering erst 1 % der weltweiten Ernte, die jährlich ca. 26 Millionen Tonnen beträgt.
Die Nachfrage ist aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen im Ansteigen. Auch große Handelsketten wie C&A und H&M und der Ottoversand bemühen sich verstärkt um Bioqualität. Auch Naturwarenhersteller achten auf biologische Baumwolle.
Das hat auch positive Auswirkungen auf den Bio-Anbau. In Afrika können durch diese Nachfrage einige Bauern auf Fairtrade-Bio-Anbau umsteigen.
So ein Beispiel aus Afrika. Bei Burkina Faso haben sich 100 Bauern zusammengetan um 100 Hektar Land zu bebauen ohne Pestizide. Eine Frau mit vier Kindern hat schon vor 2 Jahren mit Biobaumwolleanbau begonnen, weil sie einfach nicht mehr mit Pestiziden in Berührung kommen wollte.
Für die biologisch angebaute Baumwolle erzielt sie durch Fairtrade einen besseren Preis. Davon kann sie ihren Kindern Schulhefte und Kleidung kaufen außerdem plant sie mit dem Mehrerlös einen Webstuhl zu kaufen um damit Stoffe zu weben. Eine zusätzliche Einnahmequelle.
Außerdem ist der biologische Anbau ohne Schädlingsbekämpfungsmittel gesünder für sie und ihre Familie.
Die Arbeit als Bauer ist sehr hart. Das ackern wird in mühevoller Handarbeit erledigt. Auch das Wetter macht den Bauern zu schaffen, wenn es nicht regnet bedeutet das Ernteeinbußen.
Trotzdem ist der faire Handel mit der Baumwolle besser für die Bauern. Sie bekommen einen festen Mindestpreis 41 Cent pro Kilo Biobaumwolle. Für konventionelle Ware würden sie nur 22 Cent erhalten. Das reicht dann kaum zum Bewirtschaften der Felder. Zusätzlich gibt Fairtrade eine Prämie von 5 Cent pro Kilo. So können die Bauern ihre Lebensbedingungen verbessern.
Die Bauern entscheiden gemeinsam für was der Überschuss verwendet wird. So haben sie sich entschieden eine Dorfschule zu bauen, auch eine Wasserpumpe wurde von dem Geld repariert. Dadurch müssen die Frauen und Kinder das Wasser nicht in Kanistern von weit herholen. Die Versorgung mit Trinkwasser wird leichter.
Die Bauern leben durch Fairtrade gesünder und werden eigenständiger.
Fazit: Behandeln wir die Erde fair, geht es auch uns Menschen besser.
Quelle Securvital
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