Gedächtnisstörung oder Demenz?
Wenn sich ältere Menschen nicht mehr an den Namen der Nachbarn erinnern können oder beim Basteln alles durcheinander bringen, muss das nicht bedeuten, dass das ein Fall von „Morbus Alzheimer“ ist. Es gibt auch die so genannte „Pseudo- Demenz“.
Der Unterschied zur echten Demenz, die irreparable Veränderungen im Gehirn hervorruft, ist, dass diese Form der Demenz heilbar ist. Der Hintergrund für „vorübergehende“ Demenz können Depressionen sein. Gemütsleiden können auch die Aufmerksamkeit und Konzentration beeinträchtigen.
Es gibt jetzt neue Antidepressiva, die diese Probleme und auch die Vergesslichkeit wieder beseitigen können. Dadurch dass die Depression geheilt wird, verschwinden auch die demenzartigen Symptome wieder.
Andere Ursachen für eine Pseudodemenz kann man durch eine Blutuntersuchung herausfinden. Es kann auch eine Schilddrüsenstörung dahinter stecken.
Lässt bei Senioren die Gedächtnisleistung auffallend nach kann auch Vitaminmangel verantwortlich sein. Vor allem der Mangel an Vitamin B12 kann diese Störungen verursachen. Bei Senioren kömmt es manchmal zu Veränderungen der Magenschleimhaut, die die Aufnahme von Vitamin B12 verhindern.
Dann sind gravierender Leistungsabfall und Denkstörungen möglich.
Also der Unterschied zwischen Demenz und Pseudodemenz ist nicht ganz einfachzu erkennen. Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte.
An Pseudodemenz erkrankte Patienten bemerken selbst die Gedächtnisprobleme und können neue Informationen nicht mehr aufnehmen. Sie beschweren sich darüber dass ihr Gedächtnis nachgelassen hat.
Bei an Demenz erkrankten Menschen betrifft die Vergesslichkeit vor allem das Kurzzeitgedächtnis.
Bei Pseudodemenz bezieht sich die Erinnerungsschwäche auf weit zurückliegende und auch aktuelle Geschehnisse.
Quelle NUZ Extra
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