Blasenentzündung vermeiden – ein paar Dinge sollte man beachten!
Bleiben Sie etwas zu lange im nassen Badeanzug oder setzen sie sich auf eine kalte Bank. Das kann schon ausreichen dass es zu einer Blasenentzündung kommt. Eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit. Vor allem Frauen sind gefährdet und fast jede hat einmal im Leben mit dieser Erkrankung zu tun.
Da viele nicht wissen wie es zu einer Blasenentzündung kommt, hier ein paar Fragen und Antworten:
Wie entsteht eine Blasenentzündung?
Die Erkrankung wird von keimen die über den Harnleiter in die Blase gelangen, ausgelöst. Besonders leicht haben es die Keime bei Kälte oder Nässe. Kälte begünstigt die Vorraussetzungen für eine Entzündung weil das Immunsystem geschwächt ist. Manchmal reichen schon kalte Füße aus und ständiger Harndrang sind die ersten Vorzeichen.
Beim Baden sollten sie die nassen Badesachen wechseln. Auch im Sommer darauf achten, dass die Füße warm sind und nicht auf kalte Unterlagen sitzen.
Kann man sich in Schwimmbädern oder Toiletten anstecken?
Das ist selten der Fall. Die Keime die die Entzündung auslösen Escherichia coli leben im Darm. Bei geschwächtem Immunsystem können sie einen Infekt auslösen. Auch beim Geschlechtsverkehr oder durch falsche Hygiene nach dem Toilettengang können die Bakterien in die Harnröhre vordringen.
Gehen Sie nach dem Sex zur Toilette um eventuelle Keime auszuspülen.
Kann zu viel Intimhygiene schaden?
Ja, denn Intimsprays zerstören die natürliche Scheidenflora und öffnen so den Keimen die „Tür“.
Für die Intimhygiene genügt Wasser. Falls Sie Lotion verwenden nehmen Sie bitte eine mit niedrigem pH-Wert und wenig Duftstoffen.
Warum trifft es Frauen öfter als Männer?
Die Harnröhre der Frauen ist kürzer deshalb sind Bakterien schneller in der Blase. Harnröhre, Scheideneingang und After liegen nah beieinander das erleichtert eine Infektion. Es trifft vor allem Junge Frauen sobald sie sexuell aktiv sind und Frauen nach den Wechseljahren.
Bei Toilettengang immer von der Scheide weg in Richtung After wischen. So wird eine Verschleppung von Bakterien aus dem Darm vermieden.
Was hat die Blasenentzündung mit den Wechseljahren zu tun?
Der Östrogenspiegel sinkt in den Wechseljahren dadurch nimmt die Durchblutung von Harnröhre und Blase ab, Bakterien können leichter Entzündungen verursachen.
Östrogensalben oder Zäpfchen können helfen.
Selbstbehandlung bei Blasenentzündung?
Hat man schon einmal eine Entzündung gehabt, kann man sich helfen. Es gibt gute Blasen und Nierenteemischungen, viel trinken. Zum Beispiel Goldrute, Schachtelhalm, Bärentraubenblätter oder Birkenblätter.
Bei Blut im Urin muss der Arzt konsultiert werden. Dann hilft meistens nur ein Antibiotikum.
Vorbeugend kann man Cranberry und Preiselbeere als Extrakt oder Saft zu sich nehmen. Das stärkt die Blasenschleimhaut. Zitrusfrüchte haben denselben Effekt. Bei Frauen mit schwacher Blase kann es jedoch zu einer Verstärkung der Symptome kommen.
Wiederkehren einer Entzündung, was tun?
Man sollte darauf achten, dass die Krankheit richtig auskuriert wird. Bei chronischer Zystitis sollte man Preiselbeerkapseln aus der Apotheke holen, die säuern den Urin an und entziehen der Entzündung den Nährboden.
Quelle Apotheken Umschau
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