| Trauma gesteuert durch Cdk5-Protein -
26.07.2007, 20:59
Menschen gehen mit traumatischen Ereignissen sehr unterschiedlich um. Manche können nach einem schweren Verkehrsunfall sofort wieder fahren, andere brauchen sehr lange bis sie darüber hinweg kommen. Oft kann es auch zu einer so genannten posttraumatischen Belastungsstörung kommen. Dabei erleben die Betroffenen die Situation wieder und wieder. Albträume und Panikattacken sind daraus resultierende Symptome.
Durch Tierversuche konnten Forscher aus Göttingen nun nachweisen, dass Angst auslösende Erlebnisse im Gehirn ein Protein aktivieren, dieses wird Cdk5 genant. Dies geschieht in dem Teil des Gehirns, welcher für das Speichern von Erinnerungen zuständig ist, der Hippocampus. Durch die Einwirkung des Proteins wird das Erlebnis als Trauma gespeichert. Mäuse mit einer häheren Cdk5-Aktivität im Gehirn konnten auch wesentlich langsamer wieder Vertrauen aufbauen.
Die Aktivität von Cdk5 soll laut den Forschern verhindern, dass die erlebte Angst aus dem Gehirn wieder gelöscht wird. Das nächste Ziel ist nun, Wirkstoffe zu finden um die Aktivität des Proteins zu steuern. So könnte man Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen medikamentös behandeln. Momentan werden Patienten dadurch therapiert, indem sie mit der angstauslösenden Situation konfrontiert werden. Dadurch möchte man das Gehirn dazu bringen, die Situation als harmlos zu interpretieren und so auch zu speichern. Quellen: Online-Artikel von Nature: A hippocampal Cdk5 pathway regulates extinction of contextual fear. & onmeda.de |