Sonnenbaden macht glücklich – aber nur gut geschützt!
Hier sind ein paar Tipps, die man beim Sonnenbaden beachten sollte, damit die Haut nicht leidet.
1 Nur Sonnencreme zu benutzen ist zu wenig
Es ist zwar wichtig sich einzucremen, aber ein paar zusätzliche Dinge sollten Sie beachten! Am Besten meiden Sie die Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr. Legen Sie Aktivitäten wie Gartenarbeit oder Sport auf die Nachmittag- und Abendstunden.
Auch die Augen brauchen Schutz. Das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Filter ist deshalb notwendig.
Den Kopf sollte man vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Tragen Sie einen Sonnenhut. Textilien aus leichten luftdurchlässigen Stoffen schützen ebenfalls vor Sonnenbrand. Für Kinder gibt es sogar eine spezielle UV-Schutzkleidung.
Babys sollen im ersten Lebensjahr nicht direkt an die Sonne und später wenig und geschützt durch Sonnenhut und T-Shirt. Kinder brauchen einen hohen Lichtschutzfaktor. Sie vertragen mineralische Filter am Besten.
2 Normale gesunde Haut ist mit Lichtschutzfaktor 15 ausreichend geschützt
Es ist nicht wahr dass der LSF je höher desto besser ist. Normale Haut ist ausreichend geschützt mit LSF 15.
Geht man in der Mittagspause nur kurz an die sonne reicht auch eine Tagescreme mit geringen UV-Schutz
Ist man beruflich gezwungen in der Mittagssonne zu arbeiten oder auch in der Freizeit einer extremer Sonnenstrahlung ausgesetzt sollte man einen höheren Lichtschutzfaktor nehmen. Auch UV-empfindliche Personen sind mit höherem Lichtschutzfaktor gut beraten.
Menschen mit Hautkrankheiten oder während einer Chemotherapie brauchen Lichtschutzfaktor 50+, auch bei kurzem Aufenthalt im Freien.
3 In jedem Sonnenschutz ist Chemie enthalten
Auch mineralische Filter enthalten Zink- oder Titanoxid und sind deshalb künstlich. Man sollte chemische Filter 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten. Sie dringen tiefer in die Haut ein als mineralische Filter.
Mineralische Filter wirken sofort. Sie bestehen aus Farbstoffen die die Sonne reflektieren und sind besserverträglich für Kinder und Menschen mit sensibler Haut.
Die meisten Produkte enthalten eine Kombination von Beidem.
4 Es reicht nicht einmal zu cremen
Die Bezeichnung All-Day-Protection ist mittlerweile verboten. Wasser, Schweiß, Reibung zerstören den Lichtschutzfaktor. Also mehrmaliges Eincremen ist bei allen Produkten notwendig. Spätestens alle 2 Stunden. Sie sollten auch immer eine Sonnencreme dabei haben ob in den Bergen oder am Strand.
Aber auch das mehrmalige Eincremen verlängert nicht die Zeit in der man an der Sonne bleiben darf.
5 Wie viel Sonnenmilch soll man auftragen?
Es sollten ungefähr 35 Milliliter sein, die meisten wissen das nicht und benutzen zu wenig. Ungefähr eine Hand voll Sonnenmilch reicht aus, aber das sollte dann auch beim Nachcremen diese Menge sein, damit ausreichender Schutz vorhanden ist. Besonders sorgfältig sollten Nase, Dekolleté, Lippen, Nacken und Ohren eingecremt werden.
6 Man möchte mit brauner Haut attraktiv sein, das kann auch schaden
Jede leichte Bräunung zerstört Zellen. Enzyme erkennen die Schäden in der Erbsubstanz und reparieren sie. Wird das Reparatursystem überlastet durch zu viel Sonnenbaden klappt das nicht mehr. Das ist der Fall wenn jährlich mehr als 50 Sonnenbäder genommen werden, dazu zählen auch Solariumsbesuche. Auch zu langer Aufenthalt an der sonne kann das Reparatursystem überlasten. Man sollte deshalb für ausreichen Sonnenschutz sorgen ein Leben lang. Hautkrebs entsteht aus dem Zuviel an Sonneneinstrahlung das sich das gesamte Leben summiert.
7 Es gibt keinen hundertprozentigen Sonnenschutz
Die Bezeichnung Lichtschutzfaktor 100 wurde verboten. Weil die Bezeichnung nicht stimmt. UV-Strahlung kommt immer durch. Lichtschutzfaktor 2 oder 4 gibt es nicht mehr. Basisschutz ist 6 oder 10, mittlerer Schutz ist 15,20,25, hoher Schutz 30,50 und sehr hoher Schutz ist 50+
Nachdem bekannt wurde das UV-A Strahlung, die langwellig ist die Hautalterung fördert, hat auch fast jede Sonnencreme UVA-Filter.
Genießen Sie Ihr Sonnenbad, aber geschützt!
Quelle Apotheken Umschau
|