Bei Hautproblemen kann auch die Homöopathie eingesetzt werden!
Die Homöopathie setzt auf die Selbstheilungskräfte im Menschen. Gute Ergebnisse kann man allerdings nur erzielen, wenn das Mittel exakt zum individuellen Krankheitsbild ausgesucht wird. Chronische Hauterkrankungen sind in der Homöopathie ein Zeichen einer Störung des gesamten Organismus und werden deshalb mit Konstitutionsmitteln behandelt, die die Ursachen der Störung behandeln. Salben werden als Zusatztherapie mit eingesetzt.
Auch bei Neurodermitis kann die Homöopathie unterstützend eingesetzt werden. Ein erfahrener Homöopath sollte die Behandlung führen. Bei chronischen leiden nutzt die Homöopathie Konstitutionsmittel, die personenbezogen sind und meist in Form von Hochpotenzen. Zur Linderung des Juckreizes kann man Cardiospermumsalbe auftragen. Danach kann Cardiospermum auch in Globuliform in der Potenz D3 eingenommen werden.
Johanniskraut in Form von Salben oder Lotion ist gut bei geröteter Haut. Krusten und nässende Ekzeme heilen gut mit gerbstoffhaltigen Tees.
Allerdings ist es besser die Behandlung abzubrechen, sollte die Haut zu trocken werden. Trockene Stellen sollte man mit einer fettreichen Salbe behandeln, normale Haut mit Cremes und größere Stellen mit Lotionen.
Auch bei Warzen kann die Homöopathie Erfolge verbuchen. Sie können mit Thujaextrakt betupft werden. Auch Chelidonium-Urtinktur ist ein gutes Mittel gegen Warzen. Die Umgebung sollte allerdings mit einer fettreichen Creme geschützt werden. Innerlich kann Thuja D12 oder Acidum nitricum D12 oder Antimonium crudum.
Auch Bienen- oder Wespenstiche können homöopathisch behandelt werden mit Apis mellifica D6. Bei Insektengiftallergie sollte dieses Mittel da es aus Bienengift hergestellt wird bis D6 nicht verwendet werden. Man beginnt mit einer Gabe von 5 Globuli oder, wenn Tablettenform 1 Tablette oder 5 Tropfen. Man kann die Stelle auch Betupfen mit nur in Wasser gelösten Globuli. Bei allergischen Reaktionen oder Stichen in den Mund oder Rachen, bitte sofort den Arzt konsultieren.
Wichtig: Auch bei homöopathischen Mitteln bitte unbedingt die Dosierung einhalten!
Bei Besserung sollte das Mittel reduziert oder abgesetzt werden.
Tritt Lippenherpes wiederkehrend auf deutet das auf eine Schwächung des Immunsystems hin. Eine Behandlung mit Konstitutionsmitteln ist sinnvoll. Erscheint der Herpes nach Fieber ist Rhus toxicodendron D12 ein gutes Mittel. Bekommen Sie den Lippenherpes kurz vor der Periode wirkt Dulcamara D12. Bei Herpes nach zuviel Sonne eignet sich Natrium muriaticum D6. Eine Salbe mit Melissenextrakt wirkt zusätzlich wohltuend und heilend.
Also nicht gleich zur Chemie greifen. Vielleicht wirken die sanften Methoden sogar schneller und gründlicher, ohne schädliche Nebenwirkungen.
Quelle Neue Apotheken Illustrierte
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