Kokosfett wie gesund ist es?
Beim Kauf von Kokosnüssen sollte man darauf achten, dass sie beim Schütteln glucksen. Denn nur dann enthält sie Kokoswasser, was ein Garant für ihre Frische ist. Es ist nicht leicht an die Schätze der Kokosnuss zu gelangen. Am Besten man bohrt die Keimpunkte mit einem spitzen Gegenstand an und trinkt mit einem Strohhalm das Kokoswasser. Dann kann man die Nuss mit sanften Hammerschlägen aufklopfen in dem man sie dabei dreht. Dann kann man auch das Fruchtfleisch herausholen. Kokosnüsse sind vor allem in tropischen Ländern ein wichtiger Lieferant für Eiweiß und Mineralien. Das Fruchtfleisch wird meist zum Kochen verwendet und die Kokosmilch löscht den Durst. Die Kokosmilch dient zum verfeinern und verdicken von Soßen.
Getrocknetes Fruchtfleisch nennt man Kopra, der Grundstoff für Kokosfett. Diese wird ausgepresst und bei ca. 25 Grad schmilzt es und wird Kokosöl, das in der Kosmetik und als Fett verwendet wird.
Kokosfett wird nicht so schnell ranzig wie Butter und hält sich auch bei sommerlichen Temperaturen lange. In Deutschland wird es in Plattenform angeboten und ist geeignet zum Frittieren, Braten und Backen, da es hitzebeständig und geschmacksneutral ist. Kalt gepresste Öle sollte man nicht zum Braten verwenden, da ihr niedriger Rauchpunkt ca. 140 Grad das Öl verdampfen lässt und bei höheren Temperaturen krebserregend ist.
Forscher meinen dass Kokosfett trotz ungesättigter Fettsäuren eher neutral auf den Cholesterinspiegel wirkt.
Jedoch treten bei der Härtung von Kokosfett Transfettsäuren auf, die Arterienverkalkung begünstigen. Das naturbelassene Öl der Einheimischen enthält keine Transfettsäuren.
Als Pluspunkt für Kokosfett zählt der große Anteil an Mittelkettigen Fettssäuren. Diese Fettsäuren haben weniger Kalorien und werden vom Körper zur Energiegewinnung verwendet. Sie werden schneller verstoffwechselt, so Dr. Matthäus, Institut für Lipidforschung Münster.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Kokosfett trotz positiver Aspekte nicht alle wertvollen Fettbestandteile hat, die für den Körper wichtig sind. Man sollte es daher nur ergänzend verwenden. Man sollte darauf achten, dass man hochwertige Öle verwendet mit möglichst hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren.
Bei der Körperpflege dagegen ist Kokosöl positiv zu bewerten, da es der Haut Feuchtigkeit spendet. Sein Duft sorgt für Wohlbefinden.
Auch zur Haarpflege ist es geeignet, so pflegen die Frauen in der Karibik, strapaziertes Haar mit einer Kokosnussölpackung.
Das Öl wirkt auch gut gegen juckende und trockene Kopfhaut. Hierzulande wird Kokosöl in Körperlotionen, Duschgels und Shampoos verwendet. Kokostenside sind hautschonend und mild.
Auch Läusemittel auf Kokosbasis werden im Handel angeboten. Sie wurden aber noch nicht auf ihre Wirksamkeit getestet.
Quelle Apotheken Umschau
|