Kopfschmerzmittel – gibt es eine Alternative bei Unverträglichkeit?
Wer öfter unter Kopfschmerz leidet und mit nichtmedikamentösen Behandlungsformen keinen Erfolg hat, ist auf der Suche nach einem Mittel, das schnell wirkt und gut verträglich ist. Dann greifen viele Betroffene zu Acetylsalicilsäure (ASS), welches im Aspirin enthalten ist. Dieser Wirkstoff wird nicht von jedem vertragen. Magenempfindliche Personen reagieren sensibel auf ASS, so Dr. Krause vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. Es kann bei einigen sogar zu Magenblutungen kommen.
ASS kann bei allergisch reagierenden Personen eine Nesselsucht (Urticaria) auslösen. Auch Asthmatiker (jeder Fünfte) reagieren empfindlich und die Einnahme kann einen Asthmaanfall auslösen, so Dr. Jansen, Ostdeutsches Kopfschmerzzentrum Nach Einnahme kann es auch zu Atemnot oder Schnupfen kommen.
Es ist nicht direkt eine allergische Reaktion sondern vielmehr eine Art Intoleranzreaktion, meint der Schmerzexperte. So eine Reaktion tritt also schon beim Erstkontakt auf.
Es gibt noch eine weitere Gruppe von Patienten denen die Einnahme nicht zu empfehlen ist, das sind Herz-Kreislauf-Erkrankte, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. ASS verstärkt die Wirkung wie z. B. bei Marcumar.
Viele dieser Patienten sind deshalb auf den Wirkstoff Paracetamol ausgewichen. Bei diesem Präparat tritt aber die gewünschte Wirkung erst sehr spät ein und die Wirkungsweise ist nicht ausreichend.
Eine neue Kombination aus Koffein und Paracetamol soll hier Abhilfe schaffen. Das Koffein wirkt schmerzlindernd und verstärkt den Effekt des Paracetamol um etwa 40 Prozent. Dadurch kann das Paracetamol niedrig dosiert werden und ist dadurch besser verträglich aber auch effizienter. Das ASS-freie Medikament ist eine gute Lösung für Patienten mit ASS Unverträglichkeit.
In der Apotheke nachfragen.
Quelle Tipp der Woche
|