| Immunsystem zwingt Körper bei Krankheit zur Ruhe -
25.07.2007, 16:35
Wenn man an einer Grippe oder anderen Infektion leidet ist man meist müde und schlapp. Bereits lange wird vermutet, dass das Immunsystem dem Körper eine Art Zwangsruhe aufzwingt, damit sich der Organismus besser erholen kann. Dies soll der schnelleren Heilung dienen.
Forscher aus der Schweiz fanden nun im Versuch mit Mäusen heraus, dass diese Müdigkeit durch ein Protein namens TNF-alpha, verursacht wird. Dieses Protein wird vom Immunsystem bei Infektionen mit Entzündungsreaktionen eingesetzt. Darüber hinaus wirkt sich TNF-alpha auch auf Gene aus, welche den Schlaf –und Wachrhythmus beeinflussen. Die Forscher sind sich sicher, dass man diese neuen Erkenntnisse auch auf den Menschen übertragen lassen können.
Falls man sich eine Infektion eingefangen hat, bekämpft TNF-alpha die Krankheit aber gleichzeitig wird auch ein Vorgang ausgelöst, welcher zu einer körperlichen Erschöpfung führt. So wird man zur Ruhe gezwungen und die Heilung dadurch gefördert.
Diese Reaktion ist natürlich bei Autoimmunerkrankungen, da wegen der chronischen Entzündung der Körper dauerhaft einer Erschöpfung ausgesetzt ist.
Um aus den neu gewonnenen Erkenntnissen Nutzen zu ziehen, sind aber noch weitere Versuche nötig. Quelle: onmeda.de |