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Alt 28.03.2008, 16:38
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Standard Heuschnupfen – wie können sich Allergiker schützen?

Der Klimawandel betrifft auch die Allergiker, denn meist beginnt schon der erste Pollenflug im Januar. Durch den Klimawandel haben Allergien immer Saison und es gibt nicht wirklich ein paar Monate Ruhe. Die Pflanzen blühen früher und länger, das kann dazu führen dass Allergien zu einer chronischen Krankheit werden. Eine Untersuchung von Forschern aus 17 europäischen Ländern hat ergeben, dass der Frühling wegen der globalen Erwärmung 2 bis 7 Tage früher beginnt.
Professorin Annette Menzel an der TU München hat über 500 Pflanzenarten analysiert in Bezug auf Blüte Reife und Ernte aus Daten von über 50 Jahren. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Durch den Temperaturanstieg hat sich das Verhalten der Pflanzen gewaltig verändert.

Pollenallergiker machen vor allem vier Gesichtspunkte zu schaffen!

1. Die Blüte findet früher statt und erstreckt sich über einen längeren Zeitraum

Allergene Pflanzen, wie Hasel, Birke und Erle reagieren sehr schnell auf höhere Temperaturen. In der letzten Saison flogen sie schon ab Mitte Dezember. Wie der Verlauf des Winters ist, gibt den Ausschlag für das Verhalten der Frühblüher. In den letzten 15 Jahren hat sich der Blühbeginn deutlich nach vorne verlagert. Das ist der Grund warum sich auch die Leidenszeit der Pollenallergiker verlängert. Verstärkend wirkt noch die Tatsache, dass die Pflanzen durch den frühen Blühbeginn meistens auch noch länger blühen. Das betrifft vor allem polysensibilisierte Allergiker, die auf Baum- und Gräserpollen reagieren. Da entwickelt sich dann der saisonale Heuschnupfen zu einem chronischen Leiden. Wir kennen das auch von Mittelmeerländern, so Allergologe Prof. Klimek aus Wiesbaden.

2. Weitere Verbreitung von Pflanzenarten

Die Verbreitungsgebiete der Pflanzen verschieben sich nach Norden und in höhere Lagen. Dadurch bleiben die Allergiker auch in Küstengebieten und in den Alpen nicht mehr verschont. Dort konnten sie früher einmal aufatmen. Dies könnte zur folge haben, dass noch mehr Menschen. Auch neue Pflanzen erobern gebiete wo sie früher nicht vorkamen, wie z. B. das hoch allergene Traubenkraut. Das ist eine zusätzliche Belastung für Allergiker. Es kann sein dass Pollen vorkommen obwohl in der Umgebung von 25 km nichts blüht. Das hängt damit zusammen, dass Pollenferntransport stattfindet, das ist ein ganz natürlicher Vorgang, so Prof. Menzel.

3. Durch vermehrten CO²- Ausstoß gibt es mehr und aggressivere Pollen

Kohlendioxid fördert die Pollenproduktion bei Pflanzen und lässt sie stärker blühen.
Feinstaub, der aus Auspuffen und Industrieanlagen vermehrt austritt beeinflusst die Qualität der Pollen und die Menge der Eiweißkörper, die an den Allergenen kleben und Allergien auslösen.
Feinstaubpartikel sind neben Pollen die wichtigsten Allergieauslöser. Die allergenen Substanzen werden bei hoher Luftfeuchtigkeit bereits in der Luft freigesetzt nicht erst bei Kontakt mit der Schleimhaut. Diese winzigen Teilchen können sehr schnell tief in die Atemwege gelangen und dort Asthma auslösen – auch ohne Pollen!


4. Neue Allergie auslösende Pflanzen.

Traubenkraut taucht Ende des 19. Jahrhunderts in Europa auf. Wahrscheinlich durch Futtermitteltransporte aus Nordamerika eingeschleppt . sie breitet sich seit einigen Jahren vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg aus. Das Ambrosia Projekt in Baden-Württemberg wird dazu erste Untersuchungen tätigen. Ambrosia wird zu den gängigen allergenen in Deutschland gehören so der Wiener Allerologe Jäger. In anderen europäischen Ländern wie Ungarn oder Südfrankreich hat sich die Situation zugespitzt. In Ungarn sind etwa 80 Prozent der Bevölkerung bereits sensibilisiert. Allergiker sollten diese Gebiete im Spätsommer meiden.

Wie können wir Pollen meiden?

Hier können Sie sich rechtzeitig informieren!

Der deutsche Wetterdienst informiert täglich.
Deutscher Wetterdienst -- Biowetter

Europaweit informiert:
EUROPE : Polleninfo.org


Kostenpflichtige Auskunft gibt es unter.
09001/11 54 80 80 (62 ct /min.)

Oder Deutscher Polleninformationsdienst
Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst


Im Haus
  • Halten Sie Türen und Fenster geschlossen. Lüften Sie in der Stadt am frühen Morgen, auf dem Land abends oder in der Nacht.
  • Bringen Sie Pollenschutzgitter an. So halten Sie Pollen auch bei offenem Fenster fern.
  • Tägliches Staubsaugen vermindert die Menge der Allergene im Raum.
  • Im Handel gibt es auch spezielle Raumluftfilter.
  • Verzichten Sie auf Blühpflanzen vor allem im Schlafzimmer
Quelle Apotheken Umschau
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