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Alt 27.02.2008, 23:41
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Standard Arthrose: Gelenke durch Prophylaxe schützen

Wetterumstürze so wie im Januar 2006, wo die Temperatur in wenigen Stunden um 15 Grad fiel, daran können sich viele noch erinnern. Das Thermometer unterschritt in vielen Orten sogar minus 20 Grad. Solche Kälteeinbrüche machen Patienten mit Gelenkproblemen zu schaffen. Es gibt fünf Millionen Arthrosepatienten in Deutschland. 60 bis 90 Prozent reagieren empfindlich auf Wetteränderungen. Viele Patienten fürchten den Winter, da kaltfeuchte Witterung die Gelenke am meisten zum Schmerzen bringt. Hat das Wetter tatsächlich Einfluss auf das Befinden der Patienten, damit beschäftigen sich Medizinmeteorologen.

Tatsache ist dass feuchtkaltes Wetter den Arthrosepatienten zusetzt. Dieses Wetter verschlimmert nicht die Arthrose selbst sondern ihre Symptome, erklärt Prof. Gutenbrunner, Klimatologie Uniklinik Hannover. Folgende drei Faktoren lösen diese Verschlimmerung aus: sinkende Temperatur, steigende Luftfeuchtigkeit und fallender Luftdruck. Bei kalter Temperatur ziehen sich Muskeln und Sehnen zusammen und spannen dabei Gelenke ein. Die Beweglichkeit reduziert sich und die Schmerzrezeptoren die wie Fühler agieren leiten die Informationen zum Schmerzzentrum im Gehirn. Dadurch nehmen wir Schmerzen intensiver wahr.

Hohe Luftfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Kälte noch besser übertragen wird. Das bewirkt, dass die Gelenke schneller auskühlen. Fallender Luftdruck lässt die Gelenke anschwellen, so die Experten. Dies wirkt zusätzlich auf die Schmerzrezeptoren. Die Angst vor dem Winter sei aber unbegründet, da wir anpassungsfähig sind. Bei Frost steuert der Körper mit vermehrter Aktivität von Herz, Kreislauf und Atmung entgegen. Ältere und geschwächte Menschen haben besonders unter dem Kältestress zu leiden. Die Anpassungsfähigkeit an das Wetter lässt sich jedoch in jedem Alter fördern.

Wir können unser Wärmeregulationssystem trainieren und uns abhärten gegen Wetterumschwünge. Regelmäßige Kaltwasseranwendungen nach Kneipp, Saunabesuche und Wechselduschen bringen Herz und Kreislauf in Schwung. Arthrosepatienten sollten hierbei jedoch behutsam vorgehen, da ihre Gelenke geschädigt sind. Empfehlenswert ist auch ein sanftes Ausdauertraining. Wichtig für Arthrosepatienten ist Bewegung, weil sie die Bildung von Gelenkschmiere anregt. Maß halten ist hier wichtig und dass die Bewegung an der frischen Luft stattfindet.

Die Gelenke sollte man nicht überlasten. Ideal sind Spaziergänge, Nordic Walking, Gymnastik und Skilanglauf. Auf warme Winterkleidung sollten sie achten, damit erst gar keine Kälte zu den Gelenken dringt. Menschen mit Gelenkproblemen sollten auch ihre Wohnung gut temperiert und trocken halten. Ein Urlaub in wärmeren Regionen entlastet Gelenkpatienten. Ein Umzug in südliche ‚Regionen hat nicht den Dauereffekt, da sich der Körper an die Bedingungen gewöhnt und alte Beschwerden wieder auftreten. Sollten alle Maßnahmen nicht genügend helfen, kann man bei starken Kälteeinbrüchen auch die herkömmliche symptomatische Behandlung anwenden.

Chemische Wirkstoffe
Diclofenac, Ibuprofen oder Proxicam in Salben oder als Gel lindern die Schmerzen.
Leichte Schmerzmittel die Acetylsalicylsäure enthalten, Pracetamol, Naproxen

Pflanzliche Heilmittel
Beinwell, ätherische Öle aus Latschenkiefer, Wacholder, Rosmarin fördern die Durchblutung, äußerlich.
Zum Einnehmen sind Präparate mit Brennnessel, Goldrute, Teufelskralle und Weidenrinde geeignet.

Kompressen, Umschläge (warm)
Sie lindern die Schmerzen. Unterwäsche aus Angora hilft die Gelenke warm zu halten.

Nahrungsergänzung
Vitamin E, Omega-3-Fattsären, Gelatine verhindern den weiteren Abbau des Knorpels. Sie sollen die Beweglichkeit der Gelenke wiederherstellen.

Quelle Apotheken Umschau
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