Frauen können sich vor erhöhtem Blutdruck schützen, indem sie zwei bis drei Gläser Milch pro Tag trinken. Dabei ist aber zu beachten, dass diese fettarm sein sollte. Auch Milchprodukte schützen, auch hier sollte aber zu fettarmen Produkten gegriffen werden. Diese Information geht aus einer Langzeitstudie der Harvard-Universität hervor. An dieser Studie waren ca. 30.000 Frauen über 45 Jahre beteiligt.
Die Schutzwirkung von fettarmer Milch auf den Bluthochtruck wird auf zehn Prozent beziffert. Sollten Frauen jedoch normalfette Milch und solche Milchprodukte konsumieren oder Kalzium-Tabletten zu sich nehmen, erkranken sie genauso häufig an Bluthochdruck wie jene, die gänzlich auf Milch verzichten. Bisher konnten die Wissenschaftler nicht genau klären warum dieser Unterschied vorhanden ist. Vermutet wird, dass in normalfetter Milch und deren Produkten der Anteil der gesättigten Fettsäuren so hoch ist, dass die schützende Wirkung die durch das in der Milch enthaltene Vitamin D oder Kalzium resultieren, wieder aufgehoben wird.
Die Schutzwirkung von zehn Prozent ist zwar nicht besonders hoch, räumen die Wissenschaftler im Fachmagazin „Hypertension“ ein. Weil aber die Anzahl der älteren Frauen mit erhöhtem Blutdruck stetig steigt und eine Großzahl von ihnen überhaupt nichts von ihrem Gesundheitsproblem wissen, sei jeglicher positive Effekt durch die tägliche Nahrung zu begrüßen.
Durch diese aktuelle Studie wird außerdem die offizielle Ernährungsempfehlung die das amerikanische Landwirtschaftsministerium kürzlich herausgegeben hat untermauert. Darin wird empfohlen, dass man täglich drei Portionen Milch konsumieren sollte. Auch Milchprodukte sind möglich, es muss also nicht immer ein Glas Milch sein, ein Joghurt tut es genauso.
Nicht nur auf den Blutdruck wirkt sich Milch positiv aus. Das in der Milch enthaltene Kalzium dient dem Knochenaufbau. Darüber hinaus enthält die Milch reichlich essentielle Aminosäuren, welche für den Aufbau von Körperzellen gebraucht werden.
Quelle: focus online
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