Alkohol macht nicht zwingend aggressiv
Im Magazin Psychological Science 18/2007 wurde eine Studie zweier Forscher der Universität von Kentucky veröffentlicht. Die Forscher Peter Giancola und Michelle Corman fanden durch Tests heraus, dass Alkohol nicht unbedingt aggressiv macht. Es liegt mehr daran, dass man nach dem Konsum von Hochprozentigem die Aufmerksamkeit verengt. Läuft es dann nicht so wie man es sich vorstellt, so kann man sich richtig ärgern und hineinsteigern. Dies ist zumindest die These der beiden Psychologen, welche sie durch ihre Tests prüften..
Die beiden ließen für ihre Tests nüchterne und alkoholisierte Personen ein Spiel spielen welches eine schnelle Reaktion verlangte. Der Verlierer bekam von einem seiner Mitspieler einen kleinen Stromschlag verabreicht. Der Gewinner durfte dagegen einen Verlierer „bestrafen“. Aber er durfte nicht nur jemanden aussuchen dieser dann bestraft wird, sondern auch die Stärke des Stromschlags bestimmen. Die Höhe des Stromschlags wurde dann als Messer für die Aggression hergenommen, je höher der Schlag, desto aggressiver die auslösende Person.
Die Forscher führten dann parallel noch mit einigen der alkoholisierten Testpersonen einen Gedächtnistest durch. Das Resultat war, dass die alkoholisierten Personen die nicht einem Gedächtnistest unterzogen wurden, am härtesten bestraften. Dagegen bestraften die am Test mitmachten am sanftesten.
Das Ergebnis zeigt, dass der Konsum von Alkohol die Aggressionen steigern kann, aber auch umgekehrt diese mildern. Es kommt eben darauf an worauf die Aufmerksamkeit der jeweiligen Person gelenkt ist.
Quellen: Fachmagazin Psychological Science 18/2007 & sueddeutsche.de
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