Haare sollen schön sein und sie brauchen Pflege!
Durchschnittlich hat der Mensch 100 000 Haare auf dem Kopf. Die Haare und die Frisur beeinflussen sehr stark unser Erscheinungsbild!
An Achseln und Beinen sind sie uns eher lästig aber auf dem Kopf sollen sie üppig sein und glänzen. Die Deutschen investieren fast 3 Milliarden Euro jährlich für die Pflegeprodukte rund um das Haar. Aber auch Pflegeprodukte machen keine Löwenmähne, denn Anzahl und Dicke der Haare sind vererbt. Durch Pflegeprodukte kann man kurzfristig mehr Fülle zaubern aber nicht die Anzahl der Haare vergrößern.
In den meisten Produkten finden wir Panthenol; Urea und Niacinamid. Sie sollen das Haar glätten und mit der nötigen Feuchtigkeit versorgen. Von innen kann man die Haare durch Biotin, Cystin, Hirseextrakt und Spurenelementen stärken.
Am Besten benutzt man ein mildes Shampoo, das die Kopfhaut nicht reizt. Bei langen Haaren erleichtert eine Spülung das Kämmen. Zusätzlich kann man einmal pro Woche eine Kur ins feuchte Haar geben. Diese sollte man einige Minuten einwirken lassen und dann erst mit lauwarmem Wasser ausspülen. Danach eventuell nur mit dem Handtuch ausdrücken. Den Föhn sollte man auf niedrigster Stufe benutzen und auf Abstand halten. Heiße Luft strapaziert die Haare.
Fettiges Haar
Ganz ohne Fett wäre unser Haar nicht geschmeidig. Allerdings regt zu heißes Föhnen und heißes Wasser ebenso wie starke Kopfhautmassage die Talgdrüsen an. Häufiges Waschen regt allerdings die Fettproduktion nicht an und ist kein Problem.
Gut für fettiges Haar sind Shampoos aus Salbei, Brennnessel Kürbiskernen und Meerestang. Sie verhindern ein zu schnelles Nachfetten der Haare.
Kuren mit Heilerde und Rosmarin beruhigen die Kopfhaut und normalisieren die Talgproduktion. Am Besten im Haar verteilen und dann mit lauwarmem Wasser ausspülen.
Schuppen
Werden zu viele alte Hautzellen abgestoßen reden wir von Schuppen. Auslöser können Stress trockene Heizungsluft und aggressive Pflegeprodukte sein. Es kann sich auch um einen Hefepilz handeln. Nicht zu empfehlen ist bei Schuppen tägliches Waschen der Haare, heißes föhnen oder kratzige Bürsten.
Empfehlenswert ist reizarmes Kindershampoo. Tinkturen mit Maiskeimöl, Zink, Rosmarin, Zitronen oder Teebaumöl benutzen.
Bei fettigen Schuppen sind Produkte die Weidenrinde und Klettenwurzel enthalten hilfreich.
Bei trockenen Schuppen sollte man Selendisulfid, Climbazol Olamin oder Pirocton verwenden, aber auch Huflattich und Klettenwurzelextrakt lösen Schuppen und verhindern neue.
Trockenes Haar
Chlor- und Salzwasser, starke Sonne, heiße Luft machen Haare trocken. Haarspliss entsteht. Es gibt Shampoos mit Rückfettern, die Glanz in sprödes Haar bringen. Darin sind z. B. Lipide, Olivenöl Wollwachs enthalten. Harnstoff und Jojobaöl geben dem Haar Feuchtigkeit. Glanz spenden Erdnussöl, Malve und Eigelb. Spülungen mit Zinnkraut oder Weizenkleie machen das Haar seidig und weich. Fluids mit Ceramiden, Weizenprotein oder Avocadoöl pflegen die Spitzen. Um 30 % soll Panthenol Spliss reduzieren.
Gefärbtes Haar
Man muss sich heute nicht mehr mit grauem Haar abfinden. Beim Färben werden die Haare jedoch strapaziert. Die natürlichen Pigmente werden durch Wasserstoffperoxid ausgebleicht. Pflegeprodukte sollen die Farbe der Haare möglichst lange erhalten und das Strapazierte Haar zusätzlich pflegen. Dabei kommen Zitrusfrüchte und Karitébutter auch Panthenol zu Einsatz. Sie spenden die nötige Feuchtigkeit. Kamille und Avocadoöl erhalten die Leuchtkraft. Tönen ist schonender als färben. Man sollte auch beachten, dass Farbstoffe bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen können.
Reifes Haar
Verschwindet die natürliche Haarfarbe- wird der Farbstoff Melanin nicht mehr produziert. Aber auch die Struktur der Haare ändert sich im Alter. Sie werden dünner und trockener. Manche Frauen leiden nach den Wechseljahren an Haarausfall. Hier sind vor allem Produkte mit Feuchtigkeitsspendern angesagt. Das sind vor allem Produkte mit Jojobaöl, Aloe Vera, Ceramiden. Salbei verhindert einen Gelbstich der grauen Haare. Koffein wirkt dem Haarausfall entgegen. Für die Glättung des Haares sorgen Panthenol und Niacinamid.
Quelle Apotheken Umschau
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