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| Abführmittel wirken auf sehr unterschiedliche Weise! -
04.01.2008, 13:25
Hydragoge Abführmittel: Bewirken, dass die Flüssigkeit im Darm bleibt und dadurch wird sie mit dem nunmehr weicheren und voluminöseren Stuhl ausgeschieden. Dabei handelt es sich um Laxanzien aus pflanzlichen Inhaltsstoffen, wie Aloe, Faulbaumrinde und Sennesblättern. Sie werden als Tee, Tabletten oder Früchtewürfel angeboten. Sie enthalten Anthrachinone, die stark abführend wirken und die Darmbewegung anregen. Moderne Präparate enthalten Bisacodyl. Das wirkt erst 10 Stunden nach Einnahme. Schneller wirkt Natriumpicosulfat nach ca. 4 Stunden. Die Einnahme dieser Präparate wird vor dem Schlafengehen empfohlen. Am nächsten Morgen ist der Stuhlgang dann kein Problem. Bisacodylzäpfchen wirken schnell schon innerhalb von 30 Minuten. Osmotische Abführmittel: Sie bewirken, dass vermehrt Wasser aus dem Gewebe in den Darm dringt. Sie machen den Stuhl weicher und vergrößern sein Volumen. Das wasserbindende Macrogol bleibt im Darm und wird nicht resorbiert, verändert also den Elektrolythaushalt nicht. Da ist bei den salzhaltigen Substanzen wie Glaubersalz und Bittersalz anders. Man verwendet sie z. B. bei Fastenbeginn. Da sie eine sehr drastische Wirkung haben, wendet man sie selten an. Sie bringen den Elekrolytenhaushalt des Körpers durcheinander und sind zur dauerhaften Anwendung ungeeignet. Sie können auch die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, weil sie die Verdauung stark beschleunigen. Abführmittel, die nur im Dickdarm wirken sind besser, weil dort die Resorption von Medikamenten schon abgeschlossen ist. Zucker und Zuckeralkohole sind osmotische sanfte Abführmittel, können aber auch zu Blähungen führen. Nicht anzuwenden bei Lactose-Unverträglichkeit. Motilitätssteigernde Laxanzien: Aloe, Faulbaumrinde und Sennes wirken so dass sie die Bewegung des Darms anregen. Indirekt regen auch Stoffe wie Lactulose die Darmbewegung an. Auf diese Weise wird der Stuhlreflex ausgelöst. Gleitmittel: Sind in Zäpfchen und Klistieren enthalten. Bei schmerzhaften Enddarmerkrankungen sollten solche Mittel zur Anwendung kommen. Sie enthalten Glycerol und sind auch während der Schwangerschaft, bei Kleinkindern und Säuglingen anzuwenden, da sie eine gute Verträglichkeit auszeichnet. Quell- und Füllstoffe: Sie vergrößern den Darminhalt der so erzeugte Druck auf die Darmwände regt die Darmbewegung an. Bis die Wirkung einsetzt können ein paar Tage vergehen. Quellstoffe wie Leinsamen, Flohsamenschalen und Kleieprodukte eigenen sich bei leichter chronischer Verstopfung. Um zu wirken brauchen die Präparate ausreichend Flüssigkeit. Also wichtig ist viel zu trinken. Es kann aber auch zu Völlegefühl und Blähungen kommen. Quelle Apotheken Umschau |