
03.01.2008, 13:05
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Verstopfung – Manchmal liegt es am Stress
12 Prozent der Deutschen leiden unter Verstopfung. Stress und Hektik in unserem Alltag beeinflussen unseren Darm negativ. Wir haben keine Zeit um auf die Toilette zu gehen. Unterdrücken wir den Stuhlreflex kann es zu Verstopfung und Irritationen der Darmentleerung kommen.
An chronischer Verstopfung leiden oft Pendler, die morgens nach dem Frühstück zum Zug gehen und den Stuhlreflex unterdrücken. Danach während Konferenzen ist es ebenfalls nicht möglich sich Zeit für Darmentleerung zu nehmen. Der Körper verlernt den Reflex und chronische Verstopfung kann sich entwickeln. Man sollte dem Stuhldrang, wenn immer möglich nachgeben und den Darm sofort entleeren. Überhört man die Signale des Körpers allzu oft und unterdrückt man das Bedürfnis permanent ist man danach gezwungen mit Medikamenten nachzuhelfen.
Lehrer sind auch oft betroffen, weil sie während der Schulstunden nicht zur Toilette gehen können.
Man glaubte, dass ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel zu Obstipation führen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass wer sich einigermaßen ausgewogen ernährt, eine normalerweise gut funktionierende Verdauung hat. Ein mehr an Ballaststoffen führt bei manchen eher zu Blähungen und sogar Verstopfungsbeschwerden als zu besserem Stuhlgang, so Prof. Allescher Klinikum Garmisch-Partenkirchen.
Allerdings leiden Völker, die sich durchgehend ballaststoffreicher ernähren weniger an Verstopfung, als Völker, die sich mit wenigen Ballaststoffen ernähren. Ratsam ist es Vollkornprodukte. Hülsenfrüchte, Gemüse, Salate, Obst, Trockenpflaumen, Sauerkrautsaft und Milchzucker wenn Verdauungsförderung gewünscht wird zu sich zu nehmen.
Frauen sind wesentlich öfter von Darmträgheit betroffen wie Männer. Die Hormone sind daran schuld. So treten Beschwerden meist um die Menstruation, in der Menopause oder in den letzten Monaten der Schwangerschaft auf.
Im Alter kann es vermehrt zu Obstipation kommen, da die Darmtätigkeit abnimmt. Auch bestimmte Krankheiten können Verstopfung auslösen: Depressionen, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder Alkoholmissbrauch.
Bei Diabetikern ist oft das Nervengeflecht des Magen-Darm-Trakts geschädigt und bewirkt weniger Aktivität im Darm. Hämorriden und Schmerzen beim Stuhlgang veranlassen das Unterbewusstsein den Stuhlreflex zu unterdrücken.
Aber auch Medikamente führen zu Verstopfung. Bekannt sind die Morphine, aber auch Antidepressiva. Einige Blutdrucksenker und Medikamente gegen Parkinson bewirken Verstopfung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, vielleicht hat er ein anderes Präparat für Sie.
Kein Grund zur Sorge besteht, wenn der Stuhlgang einmal ausbleibt. Von einer chronischen Verstopfung ist dann die Rede, wenn über Wochen der Stuhlgang nur alle fünf bis sechs Tage möglich ist.
Unter akuter Verstopfung leiden viele, wenn sie im Urlaub sind oder bei einem Krankenhausaufenthalt. Fremde Umgebung, anderer Rhythmus, ungewohntes Essen und ein anderer Tagesrhythmus beeinflussen die Verdauung negativ. Nach einigen Tagen der Umstellung gibt sich das Problem meist von selbst.
Meistens ist die Verstopfung harmlos. Ins Reich der Märchen können Aussagen wie dass sie zu innerer Vergiftung führt oder Hautprobleme verursacht verbannt werden.
Den Arzt sollte man aufsuchen, wenn die Verstopfung ein Völlegefühl oder Schmerzen beim Stuhlgang verursacht. Harter Stuhl kann zu Hämorriden oder Einrissen im Schließmuskel führen. Es können sich auch Ausstülpungen des Darms bilden, die sich entzünden. Kommen Erbrechen und Übelkeit hinzu oder ist der Stuhl mit Blut oder Schleim vermischt sollte der Arzt konsultiert werden.
Viele kommen nicht ohne Abführmittel aus. Unter der Vielzahl der angebotenen Laxanzien muss aber nicht nur auf die Ursache der Verstopfung sondern auch auf die Symptome geachtet werden, damit man das richtige Mittel auswählt.
Hat man Blähungen ist es nicht sinnvoll ein Abführmittel einzunehmen. Unterschieden werden muss, ob es sich um eine Transportstörung oder eine Entleerungsstörung handelt. Danach muss das Mittel gewählt werden.
Manchmal helfen auch Hausmittel wie z. B. Leinsamen um den Darm wieder in Schwung zu bringen.
Bauen Sie Stress ab planen Sie den morgendlichen Toilettengang ein. Ihr Darm gewöhnt sich an regelmäßige Zeiten. Anfangs können Sie mit einem Abführmittel nachhelfen.
Quelle Zukunftsblick
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