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Alt 25.12.2007, 23:02
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Standard Die Haut – Spiegel der Psyche?

Schöne Haut soll faltenfrei, glatt, zart und rosig sein. Wir haben hohe Ansprüche an unsere Haut. Unsere Hautoberfläche soll der Welt zeigen wie vital und perfekt wir sind. Die Haut hat viele Funktionen und Aufgaben. Sie schützt unseren Körper vor Austrocknung und UV-Strahlung. Zusätzlich sorgt sie dafür, dass tiefer gelegene Hautschichten vor Druck und Stößen geschützt werden. Empfindungen wie Hitze, Kälte, Schmerz erreichen zuerst unsere Haut. Ein Quadratzentimeter Haut beherbergt ca. 5000 Sinneszellen, 12 Kältepunkte, 2 Wärmepunkte, 25 Druckpunkte, 200 Schmerzpunkte.
Die Haut ist unser größtes Organ. Sie wiegt im Durchschnitt beim Menschen zwölf Kilogramm und ist zwei Quadratmeter groß.

Aber den Meisten ist nicht die Funktion der Haut wichtig, sondern ihr Aussehen. Die Haut hat also eine starke psychosoziale Funktion. Mit der Haut treten wir mit unserer Umwelt in Kontakt. Ihr Aussehen ist deshalb ein wichtiger Faktor für unser Selbstwertgefühl. Jeden Morgen wenn wir in den Spiegel schauen, sehen wir vielleicht nicht, was wir gerne sehen würden, sondern wir nehmen wahr ob wir uns gut fühlen oder wir können an der Haut falsche Ernährung, Stress und zu wenig Schlaf ablesen. Dann sind wir blass, haben Augenringe oder Pickel oder die Haut juckt überall.

Auch Gefühle werden über die Haut sichtbar z. B. werden wir Rot, wenn wir uns schämen oder wir werden vor Schreck blass bekommen Gänsehaut…
Somit ist die Haut ein Spiegel unserer Psyche sie zeigt uns unverblümt, was mit uns los ist. Das stellt ein großes Problem für Menschen dar, die unter Schuppenflechte oder Neurodermitis leiden, da sie Ihr Leiden schlecht verbergen können, meiden sie den Kontakt zu anderen und ziehen sich zurück. Schöne Haut ist nicht gleichzeitig gesunde Haut. Auch Falten und andere Veränderungen können bei normaler Haut auftreten. Heutzutage unterliegen wir aber immer mehr dem Druck lebenslanger Jugend.

Da kann sich ein kleiner Makel schon zu einem großen Problem entwickeln. Cellulite ist keine Krankheit, aber das Selbstbewusstsein der betroffenen Frauen leidet unter Umständen doch darunter und sie fühlen sich in der eigenen Haut nicht mehr wohl. Gesünder ist die richtige Einstellung zu haben und realistisch zu bleiben und die Haut richtig zu pflegen. Eine ewig junge Haut gibt es nicht. Aber wir können viel zu einer gesunden Haut beitragen, wenn wir unsere Gewohnheiten so einrichten, dass die Haut geschont wird. Das heißt: Sonne in Maßen, genügend Schlaf, kein Nikotin und Alkohol in Maßen. Akzeptieren wir unsere Haut auch wenn sie nicht so makellos ist, wie in der Werbung suggeriert wird, dann fühlen wir uns wohler in der eigenen Haut und das strahlen wir dann auch aus.

Hautkrankheiten haben oft einen psychischen Hintergrund. Das könnte daran liegen, dass beim Embryo Haut, Gehirn und Nervensystem aus dem gleichen Keimblatt entstehen. Die Sichtbarkeit einer Hautkrankheit kann zu Depressionen führen. Einen großen Einfluss hat das Umfeld auf die Entwicklung der Krankheit.

Es gibt auch Patienten, die sich selbst verletzen oder sich ritzen. Verschiedene Ursachen können dieses Verhalten auslösen unter anderem auch ein Missbrauch in der Kindheit. Es handelt sich um eine Art Hilferuf um auf verdeckte Probleme aufmerksam zu machen.

Die Haut schützt unser Inneres gleichzeitig treten wir mit ihr in Kontakt zu anderen. Das löst bei Kindern, die an Neurodermitis erkrankt sind oftmals einen Konflikt aus. Sie erfahren die Zuwendung der Mutter angenehm, zugleich kann das eincremen auch weiteren Juckreiz auslösen. Auch im Erwachsenenalter haben solche Menschen oft Konflikte, bedeutet Kontakt zu anderen nun Liebe oder Schmerz.

Aber nicht hinter jeder Hautkrankheit steht ein psychosomatischer Hintergrund. Gerade bei Neurodermitis sind die Hautveränderungen nur bei 50 Prozent durch Stress hervorgerufen.
Die meisten Patienten mit Hautkrankheiten wissen sehr genau welche Stresssituation den Zustand ihrer Haut beeinflusst hat. Es gibt aber auch psychische Faktoren. Die Haut kann mit einem Ekzem oder mit Haarausfall reagieren, wenn der Kontakt zu einer Bezugsperson als zu nah oder zu distanziert erlebt wird.

Was hilft?

Kleine Entzündungen
kann man mit rezeptfreien Medikamenten, die Hydrocortison enthalten, behandeln. Bei chronischen Beschwerden muss der Hautarzt eingeschaltet werden.

Akne
bei Jugendlichen behandelt man am Besten mit antibakteriellen Reinigungsgels und hautberuhigenden Cremes.

Rosazea
, Rötung der Haut ohne Mitesser, meist bei Erwachsenen behandelt man am Besten mit Präparaten mit Ichthyol und fettarmen Pflegemitteln mit Thermalwasser.

Schuppenflechte
ist die Folge eines gestörten Immunsystems behandelt man mit Produkten die Harnstoff enthalten und juckreizmilderndes Polidocanol

Neurodermitis
behandelt man am Besten mit Produkten die Johanniskraut enthalten, harnstoffhaltige Produkte und Ölbädern.

Quelle Apotheken Umschau
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