Blutkrebs in der Nähe von Atomkraftwerken häufiger
Schon lange besteht der Verdacht, dass Kinder und Jugendliche in der Nähe von Kernkraftwerken häufiger an Leukämie erkranken und auch häufiger daran sterben. Eine aktuelle Studie aus den USA liefert nun deutliche Hinweise darauf.
Bei Kindern bis neun Jahre, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, kommt Leukämie nicht nur häufiger vor, auch ist der Verlauf der Krankheit öfters tödlich. Mit zunehmender Nähe zu einem Atomkraftwerk stieg die Zahl derer die den Blutkrebs nicht überlebten, um bis zu 24 Prozent an. Diese Erkenntnis lieferten Peter Baker und seine Kollegen von der Universität in South Carolina, als sie untersuchten wie Atomkraftwerke das Krebsrisiko beeinflussen.
Für die Untersuchungen wurden 17 Arbeiten der vergangenen 20 Jahre, sowie Daten aus der Umgebung von 136 Kernkraftwerken aus Kanada, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, Japan und den USA herangezogen.
Die Ergebnisse sind zwar sehr deutlich, dennoch bleiben einige Fragen noch unbeantwortet, so die Wissenschaftler. Es seien bisher die eindeutigen Ursachen für den evtl. Einfluss von Atomkraftwerken auf die Blutkrebsgefahr nicht eindeutig geklärt. Es könnte auch sein, dass bisher nicht bekannte Faktoren das Blutkrebsrisiko negativ beeinflussen.
Folgestudien sollen nun den Zusammenhang von Kernkraftwerken und dem Leukämierisiko endgültig klären.
Quelle: focus.de
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