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Alt 14.12.2007, 16:32
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Standard Neurobiologie - Warum gibt es Links- und Rechtshänder?

Man hat herausgefunden, dass 15 Prozent der Menschen Linkshänder sind. Warum ist das so? Die Neurobiologie hat herausgefunden, dass das Gehirn in zwei Hemisphären aufgeteilt ist. Sprechen, Hören, Intuition wird bevorzugt von einer Gehirnhälfte ausgeführt.

Das ist aber nicht die Regel, denn auch ein Linkshänder hebt etwas mit der rechten Hand oder ein rechtshändiger Fußballer benutzt zum Schießen den linken Fuß. Am besten wäre es doch, wenn wir mit beiden Seiten gleich gut umgehen könnten. Das wäre für Fußballer gut, wenn sie rechts wie links gut schießen könnten.

Für Fische, die entwicklungsgeschichtlich zu den Vorfahren der Säuger gehören also auch den Menschen, wäre das nicht von Vorteil. Neurowissenschaftler an der Universität von Neu-England haben nämlich entdeckt, dass die Fische dieses Verhalten an uns vererbt haben. Die Seitenwahl kann bei den Tieren ein Überlebensvorteil sein. Bei einem Angriff eines Raubfisches auf einen Fischschwarm fliehen die meisten Fische des Schwarms in eine Richtung. Diese kollektive. synchrone Verhaltensweise verhilft den Fischen zu überleben. Sie reagieren blitzschnell und automatisch konform ohne sich vorher noch einigen zu müssen, was den sicheren Tod bedeuten würde. Bei der Richtungswahl zeigen auch andere Tierarten dieses Verhaltensmuster. Es scheint in den Genen so angelegt zu sein, so die Forscher. Auch bei uns Menschen scheint sich die Vorliebe für eine Seite fortgesetzt zu haben, dem vorläufig letzten Glied der Entwicklung.

Es gibt auch Fische die bei Flucht ausscheren und in die andere Richtung flüchten. Damit setzen sie sich größeren Gefahren aus, aber bei der Nahrungssuche haben diese Fische nicht so viel Konkurrenz, weil sie nicht so konform mit dem Schwarm gehen.
Linkshänder sind anfälliger für gewissen Krankheiten, aber bei Intelligenztests schneiden sie besser ab. Weil unsere Vorfahren ein nach Seiten ausgerichtetes Gehirn haben, haben wir das auch, vermutet Dunbar, Evolutionsbiologe, Uni Liverpool.

Quelle: Apotheken Umschau
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