Nikotin erzeugt körperliche und psychische Abhängigkeit. Nikotin, Kokain und Heroin hinterlassen Spuren im Gehirn. Diese Suchtmittel zwingen das Gehirn Dopamin auszuschütten. Das Nikotin erreicht in sekundenschnelle die Rezeptoren im Gehirn und das veranlasst die Dopaminausschüttung, welche wie eine Art Belohnung ein Glücksgefühl erzeugt. Sie bezahlen dieses „Glück“ mit Ihrer Gesundheit, weil jede Zigarette tausende schädliche Nebenwirkungen erzeugt.
Der Dopaminspiegel hält nicht lange an und man greift zur nächsten Zigarette um das Gefühl wieder zu erfahren. Schon ist der Teufelskreis perfekt, weil sich das Gehirn nach wenigen Zigaretten an den Ablauf gewöhnt hat. Wäre die Abhängigkeit von Nikotin rein körperlich, wäre man nach 10 Wochen ohne Rauchen geheilt. Die Entzugserscheinungen hätten dann aufgehört.
Rauchen ist aber auch eine psychische Abhängigkeit, weil es an bestimmte Handlungen oder sogar Rituale gebunden ist. Die Zigarette nach dem Essen oder beim Fernsehen oder beim Treffen mit Freunden oder bei Stress in der Arbeit. Alle diese Koppelungen gilt es umzuprogrammieren. Am besten man ersetzt das Rauchen durch etwas anderes. Damit die „Lücke“ gefüllt ist.
Wichtig ist auch dass die Familie oder der Lebenspartner, sollte man schwach werden, helfen solche Momente aufzufangen. Man sollte seine Umgebung auch aufklären dass die nächsten Wochen eventuell schwierig werden, wenn sich Entzugserscheinungen in Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Nervosität äußern. Man hat dann mehr Verständnis aus der Umgebung, damit eventuell verändertes Verhalten verstanden wird. Auch wenn man sich erstmal zurückzieht vor Rauchern um nicht in Versuchung zu geraten. Das kann sich ja wieder ändern, wenn man stabil geworden ist. In den ersten 3 Monaten nachdem man aufgehört hat, ist die Rückfallquote bekanntlich besonders hoch.
In der Zeit sollte man sich schonen und sich vielleicht öfter was Gutes tun um mit der Situation besser fertig zu werden. Es gibt auch hervorragende Entspannungstechniken, die einem als Ersatz für Zigaretten dienen und keine negativen Nebeneffekte haben. Gut ist es auch einen Arzt oder Apotheker als Unterstätzung zu haben, die einem mit Rat, Akupunktur oder Medikamenten beistehen, wo nötig. Entschließt man sich damit aufzuhören, hat man einen entscheidenden Schritt in eine verbesserte Lebensqualität gemacht. Der Körper profitiert als erster davon. Die Durchblutung wird wieder besser. Die Kurzatmigkeit verschwindet.
Sie erobern Ihre Freiheit zurück, weil Sie unbefangen im Flugzeug sein können oder in Besprechungen ohne unter Druck zu geraten, wenn Sie Verlangen nach einer Zigarette bekommen. Sie sind nicht länger Sklave des Nikotins sondern bestimmen selbst über Ihre Handlungen. Das wird wohl eine der besten Zurückeroberungen die neu gewonnene Un-Abhängikeit!
5- Punkte-Plan für die Befreiung vom Nikotin:
- Wann haben Sie starkes Verlangen zu Rauchen? Wappnen Sie sich für solche Situationen und erfinden Sie einen Ersatz! Verhalten Sie sich wie ein Nichtraucher!
- Beginnen Sie mit dem Nichtrauchen an einem gemütlichen, stressfreien Tag!
- Verabschieden Sie sich von allen Raucherutensilien! Das heißt Sie schmeißen diese in den Mülleimer!
- Waschen Sie alles in Ihrer Umgebung, was nach Rauch riecht! Verwöhnen Sie sich mit anderen Düften!
- Belohnen Sie sich, wenn Sie das geschafft haben, mit etwas Schönem! Etwas das Sie von Herzen freut!
Viel Erfolg und gute Gesundheit!
Quelle: Apotheken Umschau