Die Ehe hilft gegen Depressionen
Nach einer Eheschließung verbessert sich bei Depressiven die gesamte Stimmungslage und ihre Symptome werden gemildert. Das hat eine Studie aus Ohio festgestellt. Dann fragte man sich ob da ein Zusammenhang besteht zwischen stabiler Partnerschaft und psychische Gesundheit. Man vermutete sogar, dass Depressive vielleicht eine höhere Scheidungsrate aufweisen als Gesunde. Das Gegenteil stellte sich heraus: Von 3000 befragten Personen gab die Mehrzahl an nach der Trauung gesünder und glücklicher zu fühlen. Die Partnerschaften der zuvor Depressiven waren auch nicht problematischer oder in irgendeiner Weise schwieriger als andere. Nach der Eheschließung verbesserte sich der Zustand der Depressiven enorm. Sie gaben an viel zuversichtlicher zu sein.
70 Prozent aller deutschen Frauen gaben an schon mal depressiv gewesen zu sein. Es gibt zwei Arten von Depression, die leichte und die große. Niedergedrücktheit, was Depression übersetzt heißt kann sich äußern in Mutlosigkeit, einem Gefühl der Sinnlosigkeit, Schlafstörungen auch mangelndem Interesse an Sex. Es kann auch zu Versagen im Beruf kommen, da der Betroffene mangels Selbstvertrauen nicht in der Lage ist den Anforderungen gerecht zu werden. Eine leichte Depression kann sich, wenn sie über einen längeren Zeitraum andauert, und sich dadurch die Lebensumstände negativ verändern zu einer „major depression“ entwickeln. Diese ist sehr ernst zu nehmen, da sie bis zum Selbstmord führen kann. Dichter bezeichnen diese Form auch als, „die schwarze Nacht der Seele“.
Die Entstehung dieser Krankheit ist nicht geklärt. Claudius Galen ein berühmter Arzt der Antike begründet alle Krankheiten mit Unstimmigkeiten der vier Körpersäfte, die da sind Schleim, Blut schwarzer Gallensaft und gelber Gallensaft. Melan Cholia bedeutet griechisch schwarze Galle und besagt dass die Niedergeschlagenheit aus einer Fehlfunktion des Körpers herrührt. Diese Art wird deshalb mit Medikamenten für die Galle behandelt und auch eine Umstellung auf vitaminreiche Ernährung hilft bei der Therapie. Das zeigte sich auch bei der Behandlung von Depressionen.
Auf der psychischen Ebene hat sich herausgestellt dass Menschen mit einer religiösen Grundeinstellung weniger zu Depressionen neigen, als Leute die an nichts glauben. Umstritten ist bei Spezialisten, die Meinung, dass eine genetische Veranlagung der Neigung zu Depressionen zu Grunde Liegt. Dagegen ist erwiesen dass massives Mobbing, Schock oder traumatisierende Erlebnisse wie der Verlust eines nahe stehenden Menschen Depressionen auslösen können. Sensible Menschen reagieren unter Umständen schon viel früher mit Anzeichen einer Depression, das ist von Fall zu Fall verschieden.
Manchen Menschen können sich auch aus eigener Kraft wieder aus einer Depression holen. Wichtig ist dabei Folgendes: der Betroffene sollte einen ausgefüllten Tag haben, ein stabiles Umfeld auch ein liebender Partner kann wichtig sein um sich aus so einem Tief zu erholen. Also eine stabile Partnerschaft kann eine große Unterstützung sein, wenn die Depression aus beruflichen Stresssituationen entstanden ist z. B auch bei Mobbing oder dem Burnoutsyndrom. Gespräche mit dem Partner entlasten, wie ein Sprichwort so schön sagt. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Eine Partnerschaft verhindert auch dass man sich körperlich gehen lässt. Man ist a schließlich nicht allein und der eventuellen Kritik des Partners ausgesetzt. Auch kann mit einem Partner die Sinnlichkeit wieder erlernt werden, so kommt man eher wieder aus persönlichem Rückzug heraus.
Bei der „major depression“ wird aber unbedingt empfohlen einen Therapeuten aufzusuchen, weil sie die beste Partnerschaft zu stark belasten kann.
Quelle: Zukunftsblick
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