Sport und Fitness sind gut für die Karriere
Durch frühes Sportreiben verbessern sich die Berufsaussichten. Durch den Sport werden Teamfähigkeit, Kondition und Kampfgeist gefördert, was einem auch in Schule und Beruf von Nutzen ist.
Obwohl das Trainieren nach der Schule und die Turniere am Wochenende viel Zeit in Anspruch nehmen, und man so weniger Zeit für Hausaufgaben zur Verfügung hat, müssen die schulischen Leistungen nicht leiden. Im Gegenteil: Wissenschaftler von der Uni in Hannover werteten die Daten einer bundesweiten Befragung, an der 3100 Frauen und 2950 Männer unterschiedlicher Altersstufen teilgenommen haben aus. In der Befragung ging es um die sportlichen Aktivitäten in der Jugend, insbesondere um Sport außerhalb der Schulzeit.
Es zeigte sich deutlich, dass Schüler die regelmäßig Sport trieben zwar weniger Zeit, aber dafür größere Chancen für eine gute Ausbildung haben.
Frauen die in ihrer Jugend Sport trieben, machten mit einer 5,6 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit Abitur, als Frauen die nicht sportlich aktiv waren. Umgekehrt war die Wahrscheinlichkeit den schlechtesten Schulabschluss zu erreichen um elf Prozent niedriger. Bei den Männern sieht es ähnlich aus. Die sportlichen Männer absolvierten zu 8,5 Prozent wahrscheinlicher ein Studium und 6,6 Prozent weniger waren an der Hauptschule, im Vergleich zu Männern, die in ihrer Jugend keinen Sport trieben.
Mädchen können insbesondere durch Wettkampfsportarten profitieren. Dadurch lernen sie Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen, zwei sehr wichtige Eigenschaften für die Karriere, welche in der Erziehung von Mädchen nicht sonderlich im Vordergrund stehen.
Die Wissenschaftler erklären den positiven Einfluss von sportlichen Aktivitäten auf den späteren beruflichen Erfolg so: Durch den Sport wird der Charakter geformt. Die Heranwachsenden machen Erfahrungen mit Disziplin, Motivation, Verantwortungsgefühl und Durchhaltevermögen. Außerdem wird das Selbstbewusstsein wesentlich gestärkt. Dazu kommen noch die sogenannten Soft-Skills, das sind soziale Fähigkeiten wie Führungskompetenz zu entwickeln und die Fähigkeit sich in ein vorgegebenes Regelsystem einzufügen, sowie die Bereitschaft, Anordnungen zu befolgen. Dazu kommt noch, dass sportlich aktive Menschen meist auch belastbarer und gesünder sind, wovon auch die geistige Leistungsfähigkeit profitiert.
Quelle: FOCUS
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