Allergiker aufgepasst - der Duftstoff Majantol kann Probleme bereiten
Auf der Liste der EU stehen 26 Duftstoffe, die auf Kosmetika deklariert werden müssen, da sie Allergien auslösen können. Die Liste ist aber nicht vollständig und aktuell. Die Kosmetikindustrie hat viele Stoffe, die Allergien hervorrufen, ersetzt, eigentlich kein Problem bei einer Auswahl an 3000 verschiedenen Stoffen die der Duftindustrie zur Verfügung stehen.
Eines dieser Ersatzmittel ist Majantol. Es steht nicht auf der EU-Liste, ist aber nach den neuesten Studien des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken mit über 6000 Teilnehmern bekannt für Duftstoffallergiker problematisch zu sein. Für Majantol ist es nicht vorgeschrieben, dass es auf der Packung deklariert sein muss.
Der Verbraucher sollte sich beim Hersteller erkundigen ob dieser Stoff verwendet wird. Darauf weist auch das Heft Öko-Test hin, das die Substanz seit zwei Jahren testen lässt.
Die allergischen Reaktionen haben nachgelassen. Das hängt damit zusammen, dass seit dem Jahr 1990 Duftstoffe, die Allergien auslösen können, seltener verwendet werden. Dem Verbraucher hilft das nur dann, wenn nicht Ersatzstoffe eingesetzt werden, die noch nicht ausreichend untersucht sind z. B. Majantol oder Derivate von Isoeugenol. Werden diese Stoffe als Ersatz eingesetzt steigt auch die Zahl derjenigen die an Allergien leiden wieder an.
Am Fall Majantol zeigte sich, dass die bisherigen Tests nicht genügen. Erst ein Epikutantest zeigte wie die Substanz wirklich reagiert. Effektive Tests sind nur möglich, wenn die Hersteller Ihre „Zutaten“ preisgeben. In zehn Prozent der vertriebenen Marken wurde Majantol festgestellt.
Majantol befindet sich nur in konventionellen Produkten, da es ein rein synthetischer Duftstoff ist, nicht in Bio-Kosmetikprodukten. Majantol gehört zur gleichen Kategorie wie, Coumarin, Farnesol, Methylheptincarbonat, Citral, Citronellol, Geraniol, Eugenol.
Also Augen auf beim Kosmetikkauf!
Quelle: Ökotest
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