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Standard Junge Mädchen leiden sehr oft an Essstörungen - 20.07.2007, 16:10

Experten der Uniklinik in Tübingen warnen: Mittlerweile zeigt bereits jedes dritte Mädchen im Alter zwischen elf und 17 Jahren Anzeichen einer Essstörung. Magersucht, die gefährlichste Form der Essstörungen führt wegen der Mangelernährung oft zum Tode.

Forscher möchten nun mithilfe einer groß angelegten Studie mehr herausfinden, wie man Magersüchtigen besser helfen kann.

Eine Magersucht ist nur sehr schwer zu behandeln. Nur 30 bis 50 Prozent der Erkrankten können vollständig geheilt werden. 20 Prozent entwickeln sogar eine chronische Form der Magersucht. Auch sterben nicht wenige an dieser Form der Essstörungen, bis zu 20 Prozent der Erkrankten sterben an den Folgen.

Magersucht kann sehr unauffällig beginnen und das Umfeld interpretiert die ersten Symptome eher nicht als Zeichen einer Krankheit. Beginnen kann es damit, dass eine Diät immer wieder verlängert wird, nur noch sehr, sehr langsam und kalorienarm gegessen wird. In einem weiteren Stadium werden dann Entwässerungsmittel, Appetitzügler oder sogar Abführmittel eingenommen. Auch werden von Magersüchtigen gemeinsame Mahlzeiten gemieden.

Das starke Abnehmen hat natürlich viele starke körperliche Nebenwirkungen. So kann bei Frauen die Menstruation ausbleiben, die Haare ausfallen, auch sind Herz-Rhythmusstörungen und Veränderungen im Hormon-Haushalt nicht selten. Auch sinkt der Blutdruck und es kann zu Magen-Darm- und Nieren-Problemen kommen. Die Veränderungen im Elektrolyt-Haushalt sind besonders gravierend.

Da die Erkrankten wahnsinnige Panik vor einer Zunahme ihres Körpergewichts haben, kommt es oft zusätzlich noch zu einer Depression. So ziehen sich die Patienten komplett aus ihrem sozialen Umfeld zurück.

Momentan zählen zu den Erfolg versprechendsten Methoden die Krankheit zu Therapien die kognitive Verhaltenstherapie und die fokale psychodynamische Psychotherapie.

Die Wissenschaftler aus Tübingen möchten nun in ihrer Studie mit 237 Patienten, über einen Zeitraum von zehn Monaten, 40 ambulante Einzelsitzungen absolvieren, welche die Wirksamkeit beider Ansätze verglichen mit üblichen Behandlungen zeigen soll.


Quelle: sueddeutsche.de
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