Zucker bringt Sexualhormone durcheinander
Durch zu viel Zucker in Lebensmitteln spielen die Sexualhormone verrückt. So wird das Risiko einer ganzen Reihe von Krankheiten erhöht.
Durch Zucker wird dem Köper sehr schnell Energie zugeführt, jedoch stört man die sehr empfindliche Balance der Sexualhormone, wenn man zu viel Zucker konsumiert. Zu diesen Erkenntnissen kamen nun kanadische Forscher vom Institut für Kinder- und Familienforschung in Kanada (Vancouver).
Ist in der Nahrung zu viel Fruktose oder Glukose enthalten, so verarbeitet die Leber den Zucker in Fettmoleküle. Die Wissenschaftler fanden nun heruas, dass größere Mengen von diesem Fettmolekül ein Gen mit den Namen SHBG aushebeln. So sinkt der SHBG (Sex Hormone Binding Globulin) Spiegel im Körper. Dieser spielt eine zentrale Rolle im Stoffhaushalt der Sexualhormone. Bei zu wenig SHBG steigt der Östrogen- und Testosteronspiegel an. Durch zu viele Sexualhormone werden aber auch eine Reihe von Krankheiten, wie Akne, Gebärmutterkrebs und Zysten an den Eierstöcken ausgelöst. Außerdem wird durch den zu niedrigen SHBG-Spielel das Gleichgewicht zwischen Testosteron und Östrogen gestört, dies kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme erhöhen, insbesondere bei Frauen.
Ein zu niedriger SHBG-Spiegel zeigt, dass der Stoffwechsel der Leber außer Kontrolle geraten ist. Beispielsweise durch Fehler in der Ernährung oder weil irgend etwas mit der Leber nicht in Ordnung ist. So kann man Leberprobleme noch lange vor Krankheitssymptomen erkennen.
Bisher haben die Forscher diese Effekten nur an Zellkulturen von Menschen und Mäusen untersucht. Das Forscherteam rät aufgrund dieser Erkenntnisse so oft es geht auf Zucker zu verzichten und stattdessen möglichst komplexe Kohlenhydrate zu konsumieren. Brauner und weißer Zucker wie er bei uns im Haushalt eingesetzt wird, sowie Früchte und Honig enthalten viel Fruktose und Glukose. Komplexe Kohlenhydrate findet man insbesondere in Vollkornprodukten. Schätzungsweise nimmt jeder Mensch in Nordamerika 33 Kilogramm raffinierten Zucker pro Jahr zu sich.
Quelle: FOCUS
|