Nahrungsergänzungen meist ohne Wirkung
Viele nehmen regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Ob Vitamin-C, Kieselerde oder andere Vitamin –und Magnesiumzusätze, die Zahl der Konsumenten steigt von Jahr zu Jahr. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass die Wirkung bei vielen Nahrungsergänzungsmitteln gar nicht bewiesen ist und der gesundheitliche Effekt durch normale Lebensmittel viel größer wäre.
Die Werbung suggeriert uns, dass wir Kalzium gegen brüchige Fingernägel, oder Zinktabletten um eine Erkältung abzuhalten eingenommen werden müssen. Wissenschaftler der Universität aus Minnesota sind sich einig, dass dies der falsche Trend sei. Die Verbraucher achten vermehrt nur noch auf vereinzelte Inhaltsstoffe, wie auf den Vitamingehalt, oder den Fett- oder Kohlenhydratanteil. Die Lebensmittelindustrie versetzt ihren Produkten nach Bedarf diverse Zusätze, wie zum Beispiel dem Orangensaft Calcium. Viele Menschen vergessen, dass die meisten Stoffe bereits von Natur aus in Lebensmitteln vorkommen.
Die Öffentlichkeit wird durch die Werbung verwirrt, denn es wird meist über einzelne Bestandteile der Nahrung gesprochen. So bekommen die Konsumenten den Eindruck, dass die Gesundheit von einzelnen Inhaltsstoffen abhängig ist. Dies stimmt aber in der Regel nicht.
In zahlreichen Tests wurde die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln in weiten Teilen widerlegt. In klinischen Langzeitstudien konnten zum Beispiel zusätzlichem Vitamin B oder Betakarotin keinerlei Wirkungen auf Herz und Gefäße bewiesen werden, weder positiv noch negativ. Eine ähnliche Studie über Lebensmittel mit reduziertem Fettgehalt zeigte dieselben Ergebnisse.
Im Gegensatz zu den Tests mit Nahrungsergänzungen konnten Studien mit normalen Lebensmitteln deutliche Einflüsse auf die Gesundheit feststellen.
Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf an den meisten Mineralien und Vitaminen bereits gut ab. Nur in manchen Fällen ist es erforderlich gezielt Nahrungsergänzungen zu konsumieren.
Quelle: FOCUS
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