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Standard HIV Impfung: Haben wir AIDS bald im Griff? - 20.07.2007, 15:29

Es gibt Menschen, die sind mit Genen ausgerüstet, welche die HI-Viren in Schach halten. Dies könnte der Schlüssel für eine künftige Impfung gegen HIV sein.

Der weltweiten Forschung ist es bis heute nicht gelungen eine Impfung zu entwickeln, da das HI-Virus sehr trickreich und wandelbar ist. Bereits seit einiger Zeit sind Menschen die sich zwar infiziert haben, bei denen die schlimme Krankheit aber nie ausbricht, die Hoffnungsträger für eine Impfung.

Der Forscher David Goldstein von der Duke University of Durham in North Carolina verglich zusammen mit seinen Kollegen das Erbgut von etwa 500 HIV-Infizierten. Das ganze geschah im Rahmen einer Studie, welche auf sieben Jahre angelegt ist und vom Center for HIV/AIDS Vaccine Immonology (CHAVI) ausgeht. Das Ziel des CHAVI ist es eine schützende Impfung gegen HIV zu entwickeln.

Diese knapp 500 Probanden wurde nicht willkürlich ausgewählt. Sie wurden gezielt aus einem Pool von über 30.000 HIV-Infizierten herausgepickt. Die Menge der Viren in ihrem Blut ist besonders stabil und es lagen auch besonders viele Blutproben vor. Mithilfe von Erbgut-Scans konnte man drei Gen-Varianten definieren, welche den Menschen dazu befähigen mit den Viren fertig zu werden. Darunter gibt es ein Gen, welches besonders viel versprechend scheint.

Dieses Gen hat einen entscheidenden Einflus auf das HLA-System. Das HLA-System übernimmt eine Schlüsselrolle beim Ausfindigmachen von potenziellen Krankheitserregern, welche sich im Körper befinden. Wenn es auf Eindringlinge stößt, markiert es sie und gibt sie dadurch zum Vernichten frei.

Leider aber versagt diese Strategie beim HI-Virus weitgehend. Der Hi-Virus schaltet die HLA-Gene A und B sofort aus. So kann das Immunsystem den Eindringling nicht als Fremdkörper erkennen. Dafür aber bleibt das HLA-C Gen vom Virus unbeeinflusst. Es scheint also, dass das HLA-C Gen seinen Besitzer vor einer feindlichen Übernahme durch das HI-Virus schützt. Alle HIV-Infizierten, die diese besondere Genvariante haben, haben bis zu 90 Prozent weniger HI-Viren im Blut als jene ohne das Gen.

David Goldstein meint, dass die Ergebnisse auf bisher nicht bekannte Mechanismen hinweisen, welche das Virus unter Kontrolle halten können. Die Forscher hoffen nun, dass man in Zukunft mithilfe von größeren Studien noch weitere Erkenntnisse erhalten wird.

Quelle: focus.de
Bildquelle: pixelio.de
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