Herzinsuffizienz - Abnehmender Herzmuskel im Alter
Wer an einer Herzinsuffizienz leidet ist oft müde und klagt über Atemnot. Das kommt daher, weil das Herz nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut durch den ganzen Körper zu pumpen. Man ging bisher immer davon aus, dass der Grund für eine chronische Herzinsuffizienz eine gestörte Durchblutung im Herzen ist. Diese Durchblutungsstörung, dachte man dass von verengten Blutgefäßen und / oder Bluthochdruck herrührt.
Forscher von der John Hoplins Medical School fanden nun heraus, dass der Herzmuskel, unabhängig von den Krankheitsbildern, über die Jahre einfach schwächer wird. Das Herz wird von Jahr zu Jahr immer langsamer. Dabei verlängert sich die Zeit, die das Herz braucht um sich zusammenzuziehen und wieder zu entspannen um jährlich bis zu fünf Prozent. Dazu kommt noch, dass sich auch die Pumpleistung Jahr für Jahr um etwa acht ml verringert, da das Herz immer mehr schrumpft je älter es wird. Es verliert jährlich ca. 0.3 Gramm an Muskelmasse. Zusätzlich wird das Blutvolumen, was das Herz pro Schlag befördern kann, zusätzlich durch ein Verdicken der Herzwände immer weniger.
Diese Erkenntnisse bekamen die Forscher, da sie in ihrer Studie den Herzschlag von über 5000 Freiwilligen im Megetresonanztomografen beobachteten. Unter den Teilnehmern befanden sich Frauen und Männer im Alter von 45 bis 84 Jahre. Zu Studienbeginn litt keiner der Freiwilligen unter einer Herzinsuffizienz.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Herz im Alter versucht aufzuholen und sich an die Belastungen anzupassen. Jedoch wird dies im Alter immer schwerer.
Die Forscher möchten nun auf diesen Erkenntnissen aufbauen und nach Blutmarken Ausschau halten, welche mit der abnehmenden Leistung einhergehen. So möchten sie aufdecken, von wem die Pumpkapazität besonders schnell zurückgeht, damit man zur rechten Zeit mit Medikamenten oder einer Veränderung des Lebensstils dagegen steuern kann.
Quelle: FOCUS
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