Künstliches Kurkumin gegen Krebs
Kurkumin ist Bestandteil der Kurkumawurzel. Kurkumin zählt heute zu den mit am besten untersuchten pflanzlichen Wirkstoffen mit krebsmindernder Wirkung. Zahlreiche Studien haben bereits bewiesen, dass mithilfe von Kurkumin die Gene ruhig gestellt werden können, welche das Wachstum von Tumoren fördern. Außerdem soll es den programmierten Zelltod bei Darmtumoren anstoßen.
Schade ist dabei nur, dass Kurkumin sehr schnell die Wirkung verliert. Bereits kurz nach dem Verzehr verliert es die krebsmindernde Wirkung.
Forscher rund um Hiroyuki Shibata von der Tohoku Uni in Japan konnten jetzt aber künstliche Kurkuminmoleküle entwickeln. Diese künstliche Variante soll viel besser und länger wirken. Die Forscher testeten bereits und stellten fest, dass zwei der künstlichen Varianten des Kurkuminmoleküls, nämlich GO-Y031 und GO-Y030, besonders kraftvoll sind und am längsten wirken.
Hirokyuki Shibata berichtet, dass in Tests mit Zellinien die künstlichen Moleküle eine bis zu 30 mal bessere Wirkung zeigen, als natürliches Kurkumin. Die Überlebensrate von Mäusen mit Darmkrebs, welche täglich fünf Milligramm des künstlichen Kurkuminmoleküls verabreicht bekamen, um mindestens 42 Prozent.
Die Forscher möchten zunächst klären, wie genau das künstlich hergestellte Kurkumin seine positive Wirkung entfaltet. Anschließend sollen diverse klinische Studien starten.
Quelle: FOCUS
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