Viel Stress = viele Pickel
Durch Stress und Ärger wird das antibakterielle Schutzbild der obersten Hautschicht geschwächt. So entstehen kleine Entzündungen und die Pickel sprießen. Schon lange ist bekannt, dass die Haut mit der Psyche in einem sehr engen Zusammenhang steht. Wissenschaftler entdecken nun langsam nach und nach die Mechanismen, die sich dahinter verbergen. Ein kleiner Baustein wurde jetzt von amerikanischen Wissenschaftlern dazu beigetragen. Sie konnten herausfinden, wieso die Haut bei Stress zu Pickeln neigt.
Karin Aberg von der Uni von Kalifornien konnte zusammen mit ihren Kollegen, im Versuch mit Mäusen nachweisen, dass die antimikriobiellen Substanzen, welche der Körper produziert, sehr stark zurück gingen, wenn die Mäuse unter Stress standen. Durch den erhöhten Stress wird wahrscheinlich der Transport von körpereigenem Antibiotika zur Haut gestört.
In der Studie wurden Mäuse vier Tage lang stark unter Stress gestellt. Die Mäuse durften nicht schlafen und wurden ständigem Lärm ausgesetzt. Außerdem wurden sie in sehr engen Käfigen gehalten. Nachdem die Stressperiode vorbei war, hat die Menge an antimikrobiellen Eiweißstoffen sehr stark abgenommen. Bei den gestressten Tieren breiteten sich außerdem Hautinfektionen aus. Diese wurden durch die Bakterienart Streptococcus pyogenes verursacht, welche beim Menschen Abszesse und Entzündungen der Mandeln auslösen.
Wenn es gelingen könnte, die Wirkung von Stresshormonen zu blockieren könnten die sehr unangenehmen Wirkungen von Stress auf die Haut vielleicht verhindert werden. Auch eine Möglichkeit wäre, den Transport von antibakteriellen Schutzstoffen zur Haut sicherzustellen. Diese Informationen veröffentlichte Karin Aberg und ihre Kollegen in dem Fachmagazin „Journal of Clinical Investigation“.
Quelle: focus.de
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