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Alt 20.07.2007, 12:38
Administrator
 
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Standard Manische Depressionen lassen Hirnmasse schwinden

Britische Forscher untersuchten nun, wie sich manisch-depressive Episoden auf das Gehirn auswirken. Jede Episode der Krankheit lässt offenbar Hirnsubstanz schwinden. Manische Depressionen sind mit sehr starken Stimmungsschwankungen verbunden. Auf eine Phase von größter Euphorie und Selbstvertrauen folgt ein Absturz in aussichtslose Verzweiflung und Depression.

Andrew McIntosh von der Universität in Edinburgh hat nun zusammen mit seinen Kollegen erstmals untersucht, was die Krankheitsphasen von manischen Depressionen im Gehirn der Betroffenen bewirken. Dazu durchleuchteten sie mit einem Hirn-Scan das Denkorgan von insgesamt 21 Patienten die unter einer bipolaren Störung (manische Depressionen) leiden. Das ganze erfolgte jweils zweimal in einem Abstand von vier Jahren. Einige der Patienten machten in dieser Zeit bis zu sechs Krankheitsphasen durch.

Graue Hirnsubstanz schwindet

Eine Auswertung zeigte auf, dass alle Patienten graue Hirnsubstanz in Bereichen des Gehirns verloren hatten, die für Koordination und Gedächtnis zuständig sind. Die Forscher konnten bei Kontrollpersonen, welche psychisch gesund waren, keinen derartigen Schwund an Hirnsubstanz feststellen. Dabei verloren die Teilnehmer die am häufigsten in eine manisch-depressive Phase verfielen am meisten Hirnsubstanz. Der Studienleiter Andrew McIntosh meinte, dass der Verlust an Hirnsubstanz eindeutig mit der Zahl der Episoden korrelierte. Die Forscher konnten ausschließen, dass der Schwund auf Medikamente zurückzuführen ist, welche die Patienten zur Stabilisierung ihres Gemütszustandes einnahmen.

Der IQ sinkt

Durch die schwindende Gehirnsubstanz sinkt auch die kognitive Leistung der Teilnehmer. Nach vier Jahren schnitten die Teilnehmer, welche manisch-depressiv sind, bei Intelligenztests, schlechter ab als zuvor. Allerdings waren die Einbußen sehr gering und können deshalb wissenschaftlich gesehen nicht als sicher gelten.

Die Wissenschaftler wollen nun an weiteren Untersuchungen herausfinden, warum die Hirnsubstanz bei Patienten mit einer bipolaren Störung schwindet. Vermutlich ist dies genetisch bedingt, es könnte aber auch an den Stresshormonen liegen.

Quelle: Focus.de
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