Trockene Haut wegen Wassermangel?
Immer wieder hört man, dass trockene Haut auf einen Wassermangel zurück zu führen sei. Theoretisch müsste man also einfach nur mehr trinken. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, wie Ingrid Moll, die Leiterin der dermatologischen Abteilung der Universitätsklinik in Hamburg-Eppendorf erklärt.
Es ist zwar wirklich so, dass eine trockene Haut daher kommt, weil sie zu wenig Wasser enthält. Doch dies kommt nicht von einer schlechten Wasserzufuhr, sondern wegen einer verminderten Fähigkeit, Wasser überhaupt zu binden. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein: Zum Beispiel kann es an der Waschgewohnheit liegen, wenn man zu oft oder mit einer zu scharfen Seife wäscht. Auch können Umwelteinflüsse wie Wind, Sonne und Luftfeuchtigkeit schuld daran sein. Oft ist es aber auch einfach die Veranlagung.
Auch ist es normal, dass die Haut im Alter zunehmend trockener wird. Bekämpfen kann man dies mit rückfettenden Cremes, welche am besten sofort nach dem Duschen, oder Baden aufgetragen werden.
Es stimmt also nicht, dass man einfach mehr trinken muss, wenn man unter einer zu trockenen Haut leidet, man kann noch so viel trinken, davon wird es nicht besser.
Es gibt aber eine Ausnahme – das sind Menschen die grundsätzlich an einem Flüssigkeitsmangel leiden. Dabei handelt es sich meist um ältere Menschen.
Quelle: Zeit.de
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