| Solarium-Verbot für Kinder und Jugendliche? -
18.07.2007, 18:26
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kündigte ein Sonnenstudio-Verbot für Kinder und Jugendliche an. Auch warnte das Amt, dass in Deutschland zu sorglos mit Computertomographien umgegangen würde.
Immer noch gilt braungebrannte Haut als ein Schönheitssysmbol, und das trotz aller Warnungen vor Hautkrebs. Deshalb werden von allen die nicht genügend Gelegenheit haben sich in die Sonne zu legen, gerne Solarien genutzt.
Ginge es nach Wolfram König, dem Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), so steht Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit Solarien zu nutzen nicht mehr zur Verfügung. Wolfram König fordert ein Verbot für den Besuch von Sonnenstudios für Kinder und Jugendliche. Auf der Vorstellung des Jahresberichts 2006 des BfS meinte König, dass das BfS dabei sei an der Umsetzung eines solchen Verbotes zu arbeiten.
Marktforschungsinstitute haben die Zahl der Erwachsenen die in Deutschland Solarien besuchen ermittelt. Jährlich sind es zwölf Millionen. Wie viele Kinder bzw. Jugendliche Sonnenstudios regelmäßig nutzen ist jedoch nicht bekannt.
Auch warnte König davor, die Gefahr des Sonnelichts zu unterschätzen. Besonders Kinder seien gefährdet, da sie meist öfters draußen seien. Jährlich erkranken 120.000 Menschen an den Folgen von UV-Strahlung neu. Davon enden 3000 tödlich. Man nehme im Durchschnitt 80 Prozent der Lebensdosis Sonnenstrahlung bis zu seinem 18. Lebensjahr auf.
Außerdem würde in Deutschland viel zu viel geröntgt. Insbesondere Computertomografien zur Vorsorge werden oft zu leichtfertig durchgeführt. Zwischen 1996 und 2004 hat die Zahl dieser sehr strahlenintensiven Untersuchungen laut dem Bundesamt für Strahlenschutz um 65 Prozent zugenommen. Quelle: sueddeutsche.de |