Vogelgrippe: Tamiflu-Hersteller rechnet mit Pandemie
Der Tamiflu Hersteller (Arzneimittel gegen die Vogelgrippe) ist davon überzeugt, dass der Übersprung des H5N1-Virus auf den Menschen nur eine Frage der Zeit sei.
Franz Humer, der Leiter des Pharmaunternehmen Roche, rechnet mit einem Ausbruch einer Vogelgrippe-Pandemie. Er meinte gegenüber der Wirtschaftswoche, dass das Virus jederzeit auf den Menschen überspringen kann. Es sei absolut nicht die Frage, ob es eine weltweite Vogelgrippe-Pandemie geben wird, sondern wann.
Geistige Verwirrung durch Einnahme des Grippemittels bei Patienten in Japan
Laut Humer gebe es keinerlei Zusammenhang zwischen der Einnahme von Tamiflu und einer geistigen Verwirrung, wie es bei Patienten in Japan beobachtet wurde. Humer betonte, dass es keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse gebe, welche diesen Schluss zuließen.
Anhand von Daten von 100.000 Patienten habe Roche nachgewiesen, dass die geistige Verwirrung durch das hohe Fieber, also durch das Virus ausgelöst wird, nicht aber durch das Medikament. Es gebe keinen kausalen Zusammenhang mit geistiger Verwirrung und Tamiflu.
Eine Studie des japanischen Gesundheitsministeriums habe bei 128 Menschen ein abnormales Verhalten als eine Nebenwirkung von Tamiflu aufgezeigt. Dabei wurde von den meist jungen Probanden berichtet, sie hätten einen Drang sich von Gebäuden zu stürzen, sowie von einem starken Bedürfnis zu hüpfen. Durch die Studie wurde aber kein kausaler Zusammenhang zwischen dem abnormalen Verhalten und dem Grippemittel Tamiflu bewiesen.
Quelle: sueddeutsche.de
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